12 February 2026, 06:39

Mordprozess um 38-jährige Frau im Sindelfinger Wald beginnt mit brisanten Details

Ein Auto fährt durch einen beleuchteten Tunnel im Wald, mit Text- und Nummernschildern auf beiden Seiten der Straße, umgeben von üppigen Bäumen.

Leiche im Krötentunnel: Mann vor Gericht wegen Mord an Frau - Mordprozess um 38-jährige Frau im Sindelfinger Wald beginnt mit brisanten Details

46-Jähriger wegen Mordes an 38-jähriger Frau im Sindelfinger Wald vor Gericht

Der Prozess gegen einen 46-jährigen Mann, der einer 38-jährigen Frau im Sindelfinger Wald den Tod gebracht haben soll, hat am 9. Februar 2026 vor dem Landgericht Stuttgart begonnen. Die Leiche des Opfers war monatelang in einem Amphibientunnel versteckt worden, bevor sie im Mai 2025 von einem Forstmitarbeiter entdeckt wurde.

Die Frau war Ende Februar 2025 auf ihrem E-Scooter auf dem Heimweg durch den Wald ermordet worden. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, sie überfallen und ihre Leiche anschließend in einem für Wildtiere angelegten Unterführungsbauwerk versteckt zu haben. Die Tat blieb fast drei Monate lang unentdeckt, bis ein Arbeiter zufällig auf die sterblichen Überreste stieß.

Der Verdächtige wurde im Juni 2025 – vier Wochen nach dem Fund der Leiche – festgenommen. Seitdem hat sich die Medienberichterstattung gewandelt: Stand zunächst eine angeblich einvernehmliche Beziehung zwischen Beschuldigtem und Opfer im Fokus, rücken nun Muster von Misshandlung in den Vordergrund. Aussagen von Zeugen, geleakte Beweismittel und Kampagnen wie #GerechtigkeitFürDasOpfer führten dazu, dass Medien wie Bild und Der Spiegel bis Anfang 2026 vermehrt die Perspektive von Überlebenden einbezogen.

Der Prozess soll neun Verhandlungstage umfassen; mit einem Urteil wird Mitte März gerechnet. Die Staatsanwaltschaft muss die Schuld des Angeklagten zweifelsfrei beweisen – ein Fall, der bundesweit für Aufmerksamkeit sorgt.

In den kommenden Wochen wird das Gericht weitere Beweise prüfen, bevor es zu einer Entscheidung kommt. Bei einer Verurteilung droht dem Angeklagten nach deutschem Recht eine lebenslange Freiheitsstrafe. Das Verfahren markiert das Ende einer fast einjährigen Ermittlung zum Waldmord.