17 January 2026, 13:39

NAKO-Studie in Freiburg entschlüsselt neue Risikofaktoren für chronische Krankheiten

Ein Balkendiagramm, das die Anzahl der Krebserkrankungen in Japan zeigt, mit begleitendem Text, der zusätzliche Kontext zu den Daten liefert.

NAKO-Studie in Freiburg entschlüsselt neue Risikofaktoren für chronische Krankheiten

NAKO-Gesundheitsstudie erreicht Meilenstein in Freiburg: 2.500. Teilnehmer:innen untersucht

Die NAKO-Gesundheitsstudie hat in Freiburg einen wichtigen Meilenstein erreicht: Die 2.500. Teilnehmer:in hat die Untersuchungen in der aktuellen Phase abgeschlossen. Seit 2014 läuft das Langzeitprojekt, das erforscht, wie Lebensstil, Umwelt und Genetik das Krankheitsrisiko prägen. Bereits jetzt haben die Wissenschaftler:innen entscheidende Zusammenhänge zwischen Körperzusammensetzung, Verkehrslärm und chronischen Erkrankungen wie Rückenschmerzen oder Nierenerkrankungen aufgedeckt.

Am Freiburger Studienzentrum wurden mittlerweile über 20.000 medizinische Checks durchgeführt und 98.000 Fragebögen ausgewertet. Bundesweit hat das NAKO-Bildgebungszentrum Zehntausende MRT-Aufnahmen analysiert – mit dem Ergebnis, dass ein höherer Fettanteil im Muskelgewebe das Sterberisiko erhöht, selbst wenn klassische Risikofaktoren berücksichtigt werden. Durch die wiederholte Teilnahme über Jahre können Forscher:innen den Verlauf von Erkrankungen nachverfolgen und Präventionsmaßnahmen testen.

Neue Erkenntnisse zeigen zudem, wie schädlich Verkehrslärm für die Gesundheit ist, während eine größere Muskelmasse offenbar Rückenschmerzen verringert. In der Nephrologie hat die NAKO-Datenbank Verbindungen zwischen Nierenstruktur, Stoffwechselstörungen und genetischen Einflüssen offenbart. Ziel der Studie ist es letztlich, die Früherkennung und Vorbeugung schwerwiegender Krankheiten wie Krebs, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verbessern.

Die dritte Phase in Freiburg baut auf den bisherigen Arbeiten auf: Die Teilnehmenden durchlaufen umfassende Untersuchungen. Indem dieselben Personen über Jahre begleitet werden, können die Wissenschaftler:innen genau identifizieren, welche Lebensstil- und Umwelteinflüsse die langfristige Gesundheit am stärksten prägen.

Die NAKO-Studie erweitert kontinuierlich ihre Datengrundlage und liefert damit tiefere Einblicke in die Krankheitsprävention. Aktuelle Entdeckungen – von den Zusammenhängen zwischen Fettgewebe und Sterblichkeit bis hin zu genetischen Nierenfaktoren – unterstreichen ihren Wert für die öffentliche Gesundheit. Mit Tausenden weiteren geplanten Untersuchungen will das Projekt künftige Strategien zur Bekämpfung weitverbreiteter Volkskrankheiten mitgestalten.