Neue Güterbahnstrecke in Südwestdeutschland soll Rheintalbahn entlasten
Wenzel WeinholdNeue Güterbahnstrecke in Südwestdeutschland soll Rheintalbahn entlasten
Offizieller Baubeginn für neue Güterbahnstrecke in Südwestdeutschland
In Südwestdeutschland hat der Bau einer bedeutenden neuen Güterbahnstrecke offiziell begonnen. Das mit 6 Milliarden Euro veranschlagte Projekt soll die Überlastung der stark frequentierten Rheintalbahn verringern und gleichzeitig die Lärmbelastung für angrenzende Gemeinden reduzieren. Lokale Behörden haben den Schritt bereits als längst überfälligen Fortschritt gelobt.
In der ersten Phase liegt der Fokus auf einem 11 Kilometer langen Abschnitt zwischen Riegel und March. Die Arbeiten an diesem Teilstück sollen etwa sechs Jahre dauern. Nach Fertigstellung wird die gesamte Strecke über 90 Kilometer verlaufen und Offenburg mit Müllheim in der Markgräfler Region verbinden.
Die neue Trasse wird parallel zur Autobahn A5 verlaufen und Teil eines zentralen europäischen Güterkorridors zwischen Rotterdam und Genua sein. Durch die Umleitung von jährlich rund 50.000 Güterzügen um Freiburg und andere Kommunen herum soll das Projekt Kapazitäten auf der bestehenden Rheintalbahn freimachen. Dadurch können mehr Regional- und Fernverkehrszüge reibungslos verkehren.
Lokale Vertreter, darunter die Verwaltung des Landkreises Emmendingen, begrüßten den Spatenstich. Sie betonen, dass erst eine komplette Verlängerung bis Offenburg – inklusive Anschluss an den geplanten Offenburger Tunnel – nachhaltige Entlastung für die gesamte Region bringen werde.
Mit der Fertigstellung der Güterstrecke werden eine höhere Zuverlässigkeit im Schienenverkehr und eine deutliche Lärmreduzierung für Anwohner entlang der Strecke erwartet. Da weniger Güterzüge die Rheintalbahn nutzen, gewinnt der Personenverkehr zusätzliche Kapazitäten. Das Projekt markiert einen grundlegenden Wandel in der Güterlogistik der Region.






