Neue Rettungshubschrauber-Station in Ravensburg beschleunigt Notfallhilfe in Oberschwaben
Wenzel WeinholdNeue Rettungshubschrauber-Station in Ravensburg beschleunigt Notfallhilfe in Oberschwaben
Neue Luftrettungsstation in Ravensburg-Bavendorf soll Notfallversorgung in der Region beschleunigen
In Ravensburg-Bavendorf entsteht demnächst eine neue Luftrettungsstation, die die Einsatzzeiten in der gesamten Region deutlich verkürzen wird. Die Einrichtung geht auf eine Analyse aus dem Jahr 2020 zurück, die eine bessere Hubschrauberabdeckung für Baden-Württemberg empfahl. Die lokalen Behörden beteiligten sich an der Standortwahl, um sicherzustellen, dass auch bisher unterversorgte Gebiete schneller erreicht werden können.
Der Umzug des Rettungshubschraubers "Christoph Oberschwaben" von Friedrichshafen nach Ravensburg stellt dabei einen wichtigen Schritt dar. Bisher als "Christoph 45" bekannt, wird das Luftfahrzeug künftig unter seinem neuen Rufzeichen von der neuen Basis in Ravensburg-Bavendorf aus operieren. Tägliche Einsätze sind von 7:00 Uhr morgens bis 20:00 Uhr abends geplant – damit wird die notärztliche Versorgung über den bisherigen 20-Minuten-Radius hinaus ausgebaut.
Die Verlegung entspricht den Empfehlungen der Struktur- und Bedarfsanalyse der Luftrettung aus dem Jahr 2020. Der Bericht hatte Versorgungslücken aufgezeigt, woraufhin das Land den Bau von zehn neuen oder modernisierten Standorten beschloss. Ravensburg ist die erste dieser Stationen; die Ausschreibung für den Bau soll Anfang 2026 erfolgen. Weitere Standorte wie Pforzheim, Sigmaringen, Ulm und Lahr befinden sich ebenfalls in der Planung.
Der Landkreis Ravensburg und die Stadt Ravensburg arbeiteten eng zusammen, um den optimalen Standort zu bestimmen. Ihre Mitwirkung stellt sicher, dass die Station sowohl lokale Bedürfnisse erfüllt als auch die landesweiten Verbesserungen im Rettungsdienst unterstützt. Sobald sie in Betrieb geht, wird die neue Basis tausenden Einwohnern in Oberschwaben und den angrenzenden Gebieten eine schnellere Notfallversorgung ermöglichen.
Die Inbetriebnahme der Station ist für das Jahr 2026 nach Abschluss des Vergabeverfahrens vorgesehen. Mit ihrem täglichen Einsatz schließt sie eine entscheidende Lücke in der luftgestützten Notfallversorgung Baden-Württembergs. Das Projekt ist Teil einer umfassenden Modernisierungsoffensive der Rettungsdienste im Land.