23 January 2026, 04:41

Neue Roadmap hilft Kommunen bei der kostengünstigen Brückensanierung

Ein aufgeschlagenes Buch mit einer Brücke-Zeichnung auf schwarzem Hintergrund, das detaillierte Pläne und Text enthält.

Neue Roadmap hilft Kommunen bei der kostengünstigen Brückensanierung

Kleinere Gemeinden in Deutschland erhalten strukturierte Hilfe bei der Sanierung alternder Brücken

Die Ingenieurbüros BIT Ingenieure AG und Drees & Sommer SE haben eine „Brückensanierungs-Roadmap“ entwickelt, mit der Städte und Gemeinden mit begrenztem Budget ihre Brücken langfristig und kosteneffizient instand halten können. Das Tool soll teure Notreparaturen durch vorausschauende Planung und kalkulierbare Haushalte ersetzen.

Den Anfang bildet eine Bestandsaufnahme durch BIT Ingenieure: Dabei werden zentrale Daten jeder Brücke erfasst – etwa Alter, Größe, Datum der letzten Prüfung sowie bekannte Schäden. Diese Informationen bilden die Grundlage für die weitere Analyse.

Es folgt eine detaillierte Vor-Ort-Begutachtung, bei der Ingenieure sichtbare Mängel wie Risse, bröckelnden Beton, Rost oder abgenutzte Lager und Fugen dokumentieren. Die Ergebnisse fließen in ein von Drees & Sommer entwickeltes Prognose-Tool ein, das den Instandhaltungsbedarf und die voraussichtlichen Kosten für die nächsten 10 bis 15 Jahre berechnet.

Die Roadmap richtet sich vor allem an Kommunen mit 2.000 bis 30.000 Einwohnern, die in der Regel 10 bis 25 Brücken verwalten. Viele dieser Gemeinden kämpfen mit knappen Haushalten, Personalmangel in technischen Bereichen und der großen Verantwortung, die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Die Roadmap begegnet diesen Herausforderungen mit einem priorisierten Maßnahmenplan, der sich an den finanziellen und personellen Möglichkeiten orientiert.

Neben Kosteneinsparungen verringert das Tool auch rechtliche Risiken für die Kommunalverwaltungen. Zudem liefert es transparente Unterlagen für Haushaltsverhandlungen und erfüllt die Anforderungen von Bund und Ländern nach übergreifenden Instandhaltungskonzepten – eine häufige Voraussetzung für Fördergelder.

Die „Brückensanierungs-Roadmap“ ermöglicht es kleinen Gemeinden, von reaktiven Reparaturen zu einer geplanten Instandhaltung überzugehen. Durch den datengestützten Ansatz können sie fundierte Entscheidungen treffen – trotz begrenzter Ressourcen. Das System ist bereits auf die Bedürfnisse von Kommunen zugeschnitten, die zwischen 10 und 25 Brücken verwalten.