Neues Online-Portal enthüllt historische Quellen zu rechtsextremen Strömungen in Deutschland
Antonio SchleichNeues Online-Portal enthüllt historische Quellen zu rechtsextremen Strömungen in Deutschland
Ein neues Online-Portal ist gestartet, das offenen Zugang zu historischen Quellen über rechtsextreme Strömungen in Deutschland bietet. Der Zeitraum von 1945 bis 2000 wird abgedeckt; das Projekt stellt annotierte Dokumente für Forschung, Bildung und öffentliche Aufklärung bereit.
Das unter https://radikale-rechte.de/ abrufbare Portal enthält Propagandatexte, Aufrufe zu Gewalt sowie Materialien, die sich gezielt an junge Menschen richten. Ziel ist es, die Entwicklung rechtsextremer Strategien über Jahrzehnte hinweg aufzuzeigen.
Herausgegeben wird das Portal von Prof. Dr. Frank Bösch, Direktor des Leibniz-Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF), und Prof. Dr. Gideon Botsch vom Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien Potsdam (MMZ). Über 30 Fachleute waren an dem Projekt beteiligt. Sie haben die Dokumente annotiert und in ihren historischen Kontext eingeordnet, um Forschung, Schulen und politische Bildung zu unterstützen.
Die Sammlung verdeutlicht die Methoden, mit denen extremistische Gruppen ihre Ideologien verbreiteten. Durch die öffentliche Zugänglichkeit der Quellen soll das Portal Nutzer:innen dabei helfen, historische Muster der Radikalisierung zu erkennen und zu verstehen.
Das Portal dient Historikern, Pädagogen und der interessierten Öffentlichkeit als Ressource. Es bietet direkten Zugang zu Primärquellen, die den Rechtsextremismus im Nachkriegsdeutschland dokumentieren. Die Herausgeber und Mitwirkenden hoffen, dass das Projekt dazu beiträgt, extremistischen Erzählungen durch fundierte Diskussionen entgegenzuwirken.






