Neues Schutzglas Exos revolutioniert Solarzellen für Satelliten im Weltraum
Antonio SchleichNeues Schutzglas Exos revolutioniert Solarzellen für Satelliten im Weltraum
SCHOTT AG und Azur Space Solar Power GmbH stellen neues Schutzglas für Satelliten-Solarzellen vor
Unter dem Namen Exos haben die beiden Unternehmen ein innovatives Schutzglas entwickelt, das Photovoltaikzellen in extremen Weltraumbedingungen vor Schäden bewahren soll. Nach intensiver Forschung und Erprobung ist das Material seit 2023 einsatzbereit.
Exos wurde speziell konzipiert, um die Langlebigkeit von III-V-Mehrfachsolarzellen zu erhöhen, die in Missionen im niedrigen Erdorbit (LEO), mittleren Erdorbit (MEO) und geostationären Orbit (GEO) zum Einsatz kommen. Das mit Cer dotierte Glas bietet herausragende UV-Absorption und optische Stabilität, sodass selbst nach langfristiger Strahlenbelastung eine hohe Lichtdurchlässigkeit gewährleistet bleibt. Dadurch bleibt die Effizienz von Solarzellen und optischen Komponenten über lange Zeiträume stabil.
Erste Tests und Validierungen führte Azur Space durch, unterstützt von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Aktuell durchläuft das Material die Zertifizierung nach den Standards der European Cooperation for Space Standardization (ECSS). Dank seiner flexiblen Einsatzmöglichkeiten – mit skalierbaren Formaten und anpassbaren Dicken – eignet es sich für unterschiedliche Missionen, sei es in Projekten von Raumfahrtagenturen oder in kommerziellen Satellitennetzen. Anwendungsbereiche reichen von Kommunikation und Navigation bis hin zur Erdbeobachtung.
Exos bietet eine zuverlässige Lösung zum Schutz von Solarzellen im All. Seine Widerstandsfähigkeit gegen extreme Bedingungen bei gleichbleibender Leistung macht es für ein breites Spektrum an Satellitenmissionen attraktiv. Das Produkt steht nun für den Einsatz in zukünftigen Projekten zur Verfügung.