01 February 2026, 04:45

Neues Zentrum für Sicheren Sport soll Gewalt im deutschen Sport bundesweit bekämpfen

Ein Plakat für den Nationalen Verband für Frauenhilfsdienst mit zwei Personen nebeneinanderstehend und Textinformationen über die Organisation und ihre Mission.

Neues Zentrum für Sicheren Sport soll Gewalt im deutschen Sport bundesweit bekämpfen

Die Bundesländer Deutschlands haben beschlossen, bis zum Frühjahr 2026 ein neues Zentrum für Sicheren Sport (ZfSS) einzurichten. Die Initiative zielt darauf ab, Gewalt im Breiten- wie im Leistungssport zu bekämpfen. Die Entscheidung fiel während der jüngsten Sportministerkonferenz (SMK), wobei Hessen und Sachsen die Federführung für den Vorschlag übernahmen.

Das ZfSS wird sich auf Prävention, Intervention und die Aufarbeitung interpersoneller Gewalt in allen Sportbereichen konzentrieren. Seine Gründung folgt Forderungen der SMK an Sportverbände, den Opferschutz zu stärken und Täter:innen konsequent auszuschließen. Die Bundesregierung hat eine erste Finanzierungszusage gegeben, doch Details zur genauen Ausgestaltung des Zentrums stehen noch aus.

Die Planung erfolgt in enger Abstimmung mit den Landessportbünden und der unabhängigen Anlaufstelle des Vereins Sicher im Sport. Baden-Württemberg, das unter der Leitung von Ministerin Theresa Schopper 2025 und 2026 den Vorsitz der SMK innehaben wird, spielt dabei eine zentrale Rolle.

Während das ZfSS noch in der Entwicklung ist, existieren bereits Initiativen wie das nordrhein-westfälische Qualitätsbündnis für den Kinder- und Jugendsport oder die Gewaltpräventionsstrategie der Deutschen Sportjugend, die Präventionskonzepte und Meldesysteme bereitstellen. Die SMK tagt mindestens einmal jährlich, um die Sportpolitik der 16 Bundesländer abzustimmen.

Das neue Zentrum soll 2026 unter hessischer Führung an den Start gehen und in den übergeordneten Rahmen "Integrität im Sport" eingebettet sein, um die Bekämpfung von Gewalt bundesweit zu bündeln. Bis zur vollständigen Umsetzung des ZfSS sind die Sportverbände aufgefordert, eigene Maßnahmen umzusetzen.