Nordkurier stellt auf Abendzustellung um – und setzt auf Pakete und Lebensmittel
Antonio SchleichNordkurier stellt auf Abendzustellung um – und setzt auf Pakete und Lebensmittel
Die Nordkurier Mediengruppe stellt die Zustellung ihrer gedruckten Zeitungen um. Künftig werden Titel wie der Nordkurier, die Schweriner Volkszeitung, die Schwäbische Zeitung und der Zollern-Alb-Kurier abends statt morgens ausgeliefert. Hintergrund der Änderung sind steigende Kosten und rückläufige Verkaufszahlen bei der traditionellen Morgenzustellung.
Das Unternehmen hat die Abendzustellung bereits in ausgewählten Regionen getestet. Die Ergebnisse fielen positiv aus, weshalb die Umstellung bis Ende dieses Jahres flächendeckend erfolgen soll. Neben Zeitungen wird das neue Logistiknetz der Gruppe auch Pakete, Lebensmittel, Medikamente und Briefe transportieren.
Die morgendliche Auslieferung ist durch höhere Mindestlöhne und eine schrumpfende Leserschaft zu teuer geworden. Um sich anzupassen, baut die Gruppe ihr eigenes Vertriebssystem aus. Der Paketdienst Hermes hat sich bereits als Kunde angeschlossen.
Abonnenten erhalten weiterhin sieben Printausgaben pro Woche – von Dienstag bis Sonntag –, eine mehr als bisher. Die digitale Version bleibt täglich verfügbar und sorgt so für eine rund um die Uhr aktuelle Nachrichtenversorgung.
Verlage, die an der Morgenzustellung festhalten, könnten vor weiteren Herausforderungen stehen. Ohne Anpassungen könnte es dazu kommen, dass einige in ihren Regionen irgendwann nur noch digitale Ausgaben anbieten. Mit ihrem Schritt will die Nordkurier Mediengruppe die Zukunft der gedruckten Zeitung sichern und gleichzeitig ihr Zustellangebot erweitern.






