Olympiasieger Kukuk startet trotz Hyperflexion-Kritik beim FEI-Weltcup in Stuttgart
Nadeschda HolzapfelVorwürfe gegen Kukuk: "Wir wollen solche Bilder nicht sehen" - Olympiasieger Kukuk startet trotz Hyperflexion-Kritik beim FEI-Weltcup in Stuttgart
Christian Kukuk, Olympiasieger im Springreiten, wird in diesem Jahr am FEI-Weltcup in Stuttgart teilnehmen. Die Entscheidung fällt nach einer Kontroverse um seine Trainingsmethoden beim Turnier in Veronas Piazza di Siena, wo Videoaufnahmen zeigten, wie er eine in Deutschland verbotene Technik anwandte. Die Organisatoren des Stuttgarter Turniers haben inzwischen klargestellt, dass solche Praktiken bei ihrem Event nicht geduldet werden.
Ein Video aus Verona zeigt Kukuk bei der Arbeit mit einer Stute, bei der er ausschließlich mit einem Laufzügel arbeitete – eine Methode, die als Hyperflexion bekannt ist. Dieser Ansatz ist nach den deutschen Reitsportregeln verboten, verstieß jedoch zum Zeitpunkt des Vorfalls nicht gegen die Vorschriften der FEI. Kukuk räumte die Kritik später ein, betonte aber, dass keine Turnieroffiziellen in Verona Einwände erhoben hätten.
Die Stuttgarter Deutschen Hallenmeisterschaften, eines der renommiertesten Reitturniere des Landes, haben nun angekündigt, strenge Tierschutzstandards durchzusetzen. Oberster Turnierrichter Michael Wassmann warnte, dass ähnliche Trainingsmethoden in Stuttgart Konsequenzen nach sich ziehen würden. Trotz der Kritik bestätigten die Organisatoren, dass Kukuk in Verona gegen keine Regeln verstoßen habe und daher nicht von der Teilnahme ausgeschlossen werde.
Kukuk bleibt damit startberechtigt für das Stuttgarter Turnier, doch die Veranstalter haben ihre ablehnende Haltung gegenüber Hyperflexion im Training erneut betont. Die Entscheidung unterstreicht die unterschiedlichen Regelwerke zwischen nationalen und internationalen Reitsportverbänden. Das Turnier wird mit verschärften Tierschutzprotokollen stattfinden.