21 December 2025, 20:19

Özdemir fordert Sicherheitskonzept für 'unsichere Orte'

Eine Gruppe von Menschen, einige mit Kameras, mit einem Mann in der Mitte, der einem Feuer gegenübersteht, umgeben von Metallstangen, Absperrungen und Rauch, mit einem Wasserzeichen oben links und einem Logo unten rechts.

Özdemir fordert Sicherheitskonzept für 'unsichere Orte'

Özdemir fordert Sicherheitkonzept für „unsichere Orte“

Ankündigung Cem Özdemir (Grüne) will die Sicherheit im öffentlichen Raum stärken – „notfalls auch mit robusten Maßnahmen“. „Wir brauchen ein Gesamtkonzept für sichere öffentliche Räume.“

Artikel Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir hat sich für schärfere Sicherheitsvorkehrungen im öffentlichen Raum ausgesprochen, darunter eine strengere Überwachung in Gefahrenzonen. Zwar lehnt er ein generelles Verbot von Silvesterfeuerwerk ab, befürwortet aber die Einrichtung feuwerkfreier Zonen in Städten. Zu seinen Vorschlägen gehört auch der Ausbau von KI-gestützten Videoüberwachungsprojekten, wie sie bereits in Mannheim erprobt werden.

Özdemir betonte die Notwendigkeit einer klaren bundesweiten Strategie, um die Sicherheit in öffentlichen Räumen zu verbessern. Er plädierte für praktikable Regelungen zur Überwachung, insbesondere an Orten mit erhöhtem Risiko. Der Minister sprach sich zudem für die Ausweitung von Pilotprojekten aus, etwa der intelligenten Videobeobachtungssysteme, die derzeit in Mannheim im Einsatz sind.

Zu Datenschutzbedenken verteidigte er den Umgang des ehemaligen Grünen-Politikers Boris Palmer mit offiziellen Geburtstagsgrüßen. Özdemir wies darauf hin, dass Betroffene sich problemlos abmelden könnten. Trotz Palmers Austritt aus der Partei blieben die beiden in Kontakt und arbeiteten weiterhin zusammen. Mit Blick auf die Silvesterfeiern lehnte Özdemir Forderungen nach einem vollständigen Feuerwerksverbot ab. Stattdessen schlug er vor, in Städten gezielt Zonen einzurichten, in denen Böller tabu wären – ein Kompromiss zwischen Sicherheit und Tradition.

Özdemirs Pläne setzen auf zielgerichtete Maßnahmen statt auf pauschale Verbote. Die Ausweitung von KI-Überwachung und feuwerkfreien Zonen erfordert jedoch eine enge Abstimmung zwischen Kommunen und Bund. Seine Haltung zu Datenschutz und die Zusammenarbeit mit Palmer zeigen einen pragmatischen Umgang mit politischen Differenzen.