Paketzusteller leiden unter extremen Fehlzeiten – 30 Krankheitstage pro Jahr
Cordula RingGesundheitsversicherer: Paketzusteller sind deutlich kränker als andere - Paketzusteller leiden unter extremen Fehlzeiten – 30 Krankheitstage pro Jahr
Krankenkasse: Paketzusteller deutlich häufiger krank als andere Berufsgruppen
Krankenkasse: Paketzusteller deutlich häufiger krank als andere Berufsgruppen
Krankenkasse: Paketzusteller deutlich häufiger krank als andere Berufsgruppen
- Dezember 2025
Zusteller und Logistikmitarbeiter in Baden-Württemberg waren im vergangenen Jahr deutlich häufiger krank als andere Berufsgruppen. Im Schnitt fielen sie 30 Tage wegen Krankheit aus – ganze zehn Tage mehr als der Landesdurchschnitt. Die körperlich anspruchsvolle Tätigkeit steht in direktem Zusammenhang mit häufigen Fehlzeiten und langen Erholungsphasen.
Die Krankmeldungsquote in der Branche lag bei 8,2 Prozent und damit 2,8 Prozentpunkte über dem regionalen Durchschnitt. Auch die täglichen Krankschreibungen waren hoch: Von 1.000 Beschäftigten meldeten sich täglich 82 krank. Diese Zahlen unterstreichen die gesundheitlichen Belastungen des Berufs.
Besonders häufig litten die Beschäftigten unter Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems wie Rückenschmerzen, die pro Jahr und Arbeitnehmer durchschnittlich 8,2 Fehltage verursachten – fast 28 Prozent mehr als in anderen Branchen. Verletzungen trugen ebenfalls zu den Ausfallzeiten bei: Zusteller und Logistikmitarbeiter benötigten im Schnitt 3,4 Tage zur Genesung, während andere Berufsgruppen nur zwei Tage ausfielen.
Winfried Plötze, Landesgeschäftsführer der Barmer in Baden-Württemberg, hatte sich bereits zuvor zu Gesundheitstrends in der Arbeitswelt geäußert. Die Daten seiner Krankenkasse belegen die körperlichen Strapazen, denen Beschäftigte in der Zustell- und Logistikbranche ausgesetzt sind.
Die Erhebungen zeigen ein deutliches Muster: Die Krankheitsquote bei Zustellern und Logistikmitarbeitern liegt überdurchschnittlich hoch. Mit längeren Erholungszeiten und höheren Verletzungsraten hebt sich die Branche in puncto Gesundheitsbelastung deutlich ab. Arbeitgeber könnten gezwungen sein, die Arbeitsbedingungen zu überprüfen, um künftige Fehlzeiten zu reduzieren.