Pforzheims Traum von der Kulturhauptstadt 2025 platzt am Geldmangel
Antonio SchleichPforzheims Traum von der Kulturhauptstadt 2025 platzt am Geldmangel
Pforzheims Pläne, 2025 zur Kulturhauptstadt Europas zu werden, stoßen auf massiven Widerstand. Lokale Politiker der FDP- und Freie-Wähler-Fraktionen halten das Vorhaben wegen der hohen Kosten für undurchführbar. Der Stadtrat hat nun strenge finanzielle Auflagen für eine Weiterverfolgung beschlossen.
Die Fraktionsgemeinschaft von FDP und Freien Wählern im Gemeinderat argumentierte, das Projekt belaste die öffentlichen Haushalte übermäßig. Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke (FDP) warnte, die Umsetzung könnte "zehn Millionen und mehr" kosten – eine Summe, die die Stadt schlicht nicht aufbringen könne.
Sein Stellvertreter Michael Schwarz (Freie Wähler) kritisierte die Prioritätensetzung der Stadt. Er fragte, warum der Rat das Kulturprojekt vorantreibe, während gleichzeitig das Emma-Jäger-Bad aus Spargründen geschlossen werden solle.
Die Stadtverwaltung bestätigte später, dass eine Finanzierung durch Sponsoren gegen die Richtlinien der Jury verstoßen würde. Daraufhin beschloss der Gemeinderat, das Vorhaben nur dann fortzuführen, wenn es für den städtischen Haushalt kostenneutral bleibt.
Die Entscheidung bedeutet, dass das Projekt Kulturhauptstadt Europas nur ohne Inanspruchnahme öffentlicher Mittel realisiert werden kann. Sollten zusätzliche Kosten entstehen, wird das Vorhaben voraussichtlich fallen gelassen. Die Haltung des Rates spiegelt die Sorge um die finanzielle Belastung angesichts konkurrierender kommunaler Prioritäten wider.






