28 December 2025, 14:47

Porsche verdoppelt sein Formel-E-Engagement ab 2026 mit vier Werksautos

Ein schwarzer Nissan-Sportwagen steht vor Cartoon-Postern, mit einer kleinen Inschrift am unteren Bildrand.

Porsche verdoppelt sein Formel-E-Engagement ab 2026 mit vier Werksautos

Porsche erweitert Engagement in der Formel E ab der Saison 2026/27 massiv

Ab der Saison 2026/27 wird Porsche seine Präsenz in der Formel E deutlich ausweiten. Der deutsche Hersteller wird vier Werksfahrzeuge an den Start schicken – doppelt so viele wie bisher – und hat zudem die Einstiegslizenz von McLaren erworben, um das Starterfeld möglicherweise zu vergrößern. Dieser Schritt erfolgt parallel zu Porsches Rückzug aus der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) und den 24 Stunden von Le Mans bis 2026.

Die Neuausrichtung fällt mit der Einführung der Gen4-Boliden zusammen, den leistungsstärksten Fahrzeugen in der Geschichte der Formel E. Porsches langfristiges Engagement in der elektrischen Rennserie erstreckt sich nun mindestens bis 2030 und unterstreicht den Willen, in der Meisterschaft ein dauerhaftes Erbe aufzubauen.

Der geplante Ausstieg aus WEC und Le Mans bis 2026 markiert eine klare strategische Wende. Stattdessen konzentriert sich die Marke auf die Formel E, in der sie bereits mit zwei werkseigenen Fahrzeugen antritt. Ab 2026 werden es vier sein – was im Vergleich zur bloßen Belieferung von Kundenteams deutlich höhere Kosten bedeutet.

Zur Expansion gehört auch der Erwerb von McLarens Einstiegslizenz, wodurch das Starterfeld auf bis zu 12 Teams und 24 Fahrzeuge anwachsen könnte. Neben dem eigenen Werkseinsatz wird Porsche weiterhin Kundenteams wie Andretti und Cupra-Kiro unterstützen. Zudem plant der Hersteller, ein zweites Kundenteam zu fördern, das jedoch noch nicht benannt wurde.

Porsches Vorstoß in der Formel E zielt nicht nur auf Rennsiege ab. Die Serie dient auch als Entwicklungsplattform für Technologien, die für die straßenzugelassenen Sportwagen des Herstellers relevant sind. Mit vier vollwertigen Werksfahrzeugen erwartet Porsche einen deutlichen Schub in Reichweite und Einfluss innerhalb der elektrischen Meisterschaft.

Der amtierende DTM-Champion Ayhancan Güven gilt als heißer Kandidat für einen der werkseigenen Cockpits. Die Erfahrung und der aktuelle Titel des türkischen Fahrers machen ihn zu einem starken Anwärter für Porsches erweitertes Fahreraufgebot.

Die Ausweitung fällt mit dem Debüt der Gen4-Boliden zusammen, die als die schnellsten und fortschrittlichsten in der Geschichte der Formel E gelten. Porsches Verpflichtung für die Serie reicht nun bis mindestens 2030, wobei die Marke offen eine "Dynastie" im elektrischen Motorsport anstrebt.

Durch den Rückzug aus WEC und Le Mans werden Ressourcen für das wachsende Formel-E-Programm frei. Mit einem vier Fahrzeuge umfassenden Werkseinsatz und der Unterstützung von Kundenteams wird Porsche seine Rolle in der Serie neu definieren. Mit langfristiger Vision und Fokus auf Technologietransfer positioniert sich der Hersteller als prägende Kraft im elektrischen Rennsport der kommenden Jahre.