Potsdams Toleranzfest feiert Vielfalt gegen Extremismus und Ausgrenzung
Nadeschda HolzapfelPotsdams Toleranzfest feiert Vielfalt gegen Extremismus und Ausgrenzung
Potsdam feiert sein Toleranzfest – ein buntes Event mit Sport, Spielen, Musik und Kultur
Kürzlich hat Potsdam sein Toleranzfest begangen, eine lebendige Veranstaltung mit Sport, Spielen, Musik und kulturellen Aktivitäten. Organisiert wurde das Fest von einem Bündnis lokaler Gruppen, darunter der Verein Neues Potsdamer Toleranzedikt und der Fußballclub SV Babelsberg 03.
Bei der Eröffnung mahnte Brandenburgs Kulturministerin Manja Schüle zum Widerstand gegen Extremismus. Sie verwies auf wachsende Bedrohungen für die offene Gesellschaft – etwa Ausgrenzung, Extremismus und rassistische Angriffe. Ihre Rede gab dem übergeordneten Anliegen der Veranstaltung eine ernste Note.
Auch Potsdams Oberbürgermeisterin Noosha Aubel beteiligte sich am Fest. Auf Instagram rief sie die Bürgerinnen und Bürger zur Teilnahme auf. Später bekundete sie Stolz auf alle, die sich für Toleranz, Demokratie und eine Stadt für alle einsetzen.
Die Wurzeln des Festes reichen bis ins Jahr 1685 zurück, als Kurfürst Friedrich Wilhelm, der Große Kurfürst, das Edikt von Potsdam erließ. Damit ermöglichte er französischen Hugenotten die Ansiedlung in Brandenburg und half der Region, sich nach dem Dreißigjährigen Krieg zu erholen. 2008 wurde das Neue Potsdamer Toleranzedikt verabschiedet, das das Bekenntnis der Stadt zu Offenheit erneuerte.
Das Toleranzfest brachte vielfältige Gruppen zusammen, um Einheit und Widerstand gegen Extremismus zu fördern. Veranstalter und Redner betonten, wie wichtig es ist, sich gegen Spaltung zu stellen. Die Veranstaltung unterstrich damit Potsdams lange Tradition, Toleranz und Vielfalt zu leben.






