22 December 2025, 12:44

Pro Bahn Allianz fordert Neuüberlegung nach Verzögerung von Stuttgart-21

Ein Zug auf Schienen mit Pfählen, Kabeln, Bäumen und Häusern im Hintergrund.

Pro Bahn Allianz fordert Neuüberlegung nach Verzögerung von Stuttgart-21

Pro-Bahn-Bündnis fordert Neuausrichtung nach Stuttgart-21-Verzögerung

Teaser: Nach der Bekanntgabe der erneuten Verzögerung bei der Teilinbetriebnahme von Stuttgart 21 sieht sich das Landesbündnis Pro-Bahn-Bündnis in seiner Kritik bestätigt. Das Bündnis...

21. November 2025, 14:23 Uhr

Die jüngste Verzögerung bei der teilweisen Eröffnung von Stuttgart 21 hat die Kritik von Verkehrsbefürwortern neu entfacht. Die lokale Interessengruppe Pro Gäubahn behauptet, der Rückschlag belege langjährige Planungsmängel der Deutschen Bahn. Stattdessen sollten die Mittel ihrer Meinung nach in die Aufwertung der bestehenden Gäubahn-Strecke fließen – und nicht in kostspielige Neuprojekte wie den Pfaffensteintunnel.

Pro Gäubahn fordert eine grundlegende Überprüfung der Schieneninfrastrukturpläne in der Region. Die Gruppe lehnt den mit rund drei Milliarden Euro veranschlagten Pfaffensteintunnel ab und bezeichnet ihn als unnötige Geldverschwendung, die Ressourcen von dringenderen Modernisierungen abziehe. Stattdessen schlagen sie den zweigleisigen Ausbau der Gäubahn vor, der ihrer Ansicht nach kostengünstiger, schneller umsetzbar und umweltfreundlicher wäre.

Die Verzögerung bei der Teilinbetriebnahme von Stuttgart 21 hat ihre Position gestärkt. Da die Deutsche Bahn keinen neuen Zeitplan vorgelegt hat, werden Personenzüge vorerst weiterhin den historischen Stuttgarter Kopfbahnhof nutzen. Pro Gäubahn wertet dies als Beleg für mangelhaftes Projektmanagement und als Zeichen, dass alternative Lösungen nötig sind. Ihr Gegenentwurf sieht ein „Kombi-Bahnhofsmodell“ vor, das Kopf- und Tiefbahnhof verbindet, um sowohl den lokalen Personenverkehr als auch den internationalen Gütertransport besser zu bedienen. Die Gruppe betont, dass dieses Konzept die Bedürfnisse der 1,4 Millionen Menschen, die auf direkte Zugverbindungen nach Stuttgart angewiesen sind, besser erfüllen würde.

Die Aktivisten bleiben in ihrer Ablehnung des Pfaffensteintunnels unnachgiebig. Sie argumentieren, dass eine Aufwertung der Gäubahn-Strecke schnellere Verbesserungen für Pendler und Güterverkehr bringen würde. Ohne eine überarbeitete Planung, warnen sie, werde weiterhin Geld in Projekte verschwendet, die die eigentlichen Verkehrsbedürfnisse nicht decken.