Rastatt rüstet sich mit mobilen Generatoren gegen Stromausfälle
Nadeschda HolzapfelRastatt rüstet sich mit mobilen Generatoren gegen Stromausfälle
Die Stadt Rastatt hat ein neues Notstromsystem eingerichtet, um Unterkünfte während Stromausfällen betriebsfähig zu halten. Drei kommunale Gebäude dienen nun als Ausweichstandorte und sind mit Heizung sowie grundlegender Infrastruktur ausgestattet. Zudem wurden kommunale Traktoren der Bauhöfe zu mobilen Stromgeneratoren umgerüstet, um bei Bedarf Elektrizität bereitzustellen.
Als Notunterkünfte hat Rastatt drei Hallen ausgewählt: die Sporthalle in der St.-Michael-Straße 4 in Wintersdorf, die Sporthalle im Wiesenweg 51 in Niederbühl sowie die Festhalle in der Favoritestraße 42 in Förch. Jeder Standort verfügt über Duschen, Küchen und Umkleideräume und ist mit Vorräten an Heizmaterial für längere Stromausfälle ausgestattet. Dank unabhängiger Heizsysteme bleiben die Gebäude ganzjährig nutzbar.
Um die Stromversorgung zu sichern, wurden Traktoren aus den Bereichen Bauhof und Grünflächen mit speziellen Zapfwellen-Generatoren (PTO) nachgerüstet. Diese Einheiten fungieren als mobile Kraftwerke und versorgen die Unterkünfte mit Strom. Die Generatoren verfügen über mehrere Anschlüsse, sodass bei Bedarf auch weitere Geräte aufgeladen werden können.
Die technischen Installationen und Stromanschlüsse in den Hallen kosteten pro Standort jeweils knapp 20.000 Euro. Weitere Wartungskosten werden jedoch nicht erwartet. Im Gegensatz zu anderen Städten in Baden-Württemberg hat Rastatt diese Maßnahmen seit dem Berliner Stromausfall in Eigeninitiative umgesetzt – vergleichbare Vorkehrungen sind aus der Region bisher nicht bekannt.
Das neue System garantiert Rastatt zuverlässige Notunterkünfte bei Blackouts. Die Hallen können als Treffpunkte und sichere Rückzugsorte genutzt werden, unterstützt durch traktorbetriebene Generatoren. Die Lösung stellt sicher, dass essenzielle Dienstleistungen ohne laufende Zusatzkosten aufrechterhalten bleiben.