RBB entschuldigt sich für falsche #MeTwo-Vorwürfe gegen Stefan Gelbhaar
Cordula RingRBB entschuldigt sich für falsche #MeTwo-Vorwürfe gegen Stefan Gelbhaar
Der Rundfunksender RBB hat sich für seine Berichterstattung über die #MeTwo-Vorwürfe gegen den ehemaligen Grünen-Politiker Stefan Gelbhaar entschuldigt. Viele der Anschuldigungen stellten sich später als unbegründet heraus. Die Kontroverse führte dazu, dass Gelbhaar seine sichere Nominierung für die Bundestagswahl verlor und Anfang 2025 aus dem Parlament ausschied.
Der Fall begann, als RBB über #MeToo-Vorwürfe gegen Gelbhaar berichtete, gestützt auf eine eidesstattliche Versicherung der Grünen-Politikerin Klara Schedlich. Gelbhaar wies die Vorwürfe stets zurück und beteuerte, sie seien falsch.
Es folgte ein Rechtsstreit, der in einem Urteil des Hanseatischen Oberlandesgerichts in Hamburg gipfelte. Das Gericht gab Schedlich in Teilen recht und erlaubte ihr, bestimmte Aussagen über Gelbhaar zu wiederholen. Dennoch wurden die meisten Vorwürfe weitgehend widerlegt, woraufhin RBB eine öffentliche Entschuldigung für die ursprüngliche Berichterstattung veröffentlichte.
Die Folgen des Falls hatten langfristige Auswirkungen auf Gelbhaars politische Karriere. Anfang 2025 zog er sich aus dem Parlament zurück, nachdem er seinen gesicherten Listenplatz für die Bundestagswahl verloren hatte. Zwar gestattete das Gericht Schedlich, einige Behauptungen zu wiederholen, doch die grundsätzliche Feststellung, dass den meisten Vorwürfen die Grundlage fehlte, blieb davon unberührt.






