Recaro Automotive meldet überraschend Insolvenz an – 215 Jobs in Gefahr
Antonio SchleichRecaro Automotive meldet überraschend Insolvenz an – 215 Jobs in Gefahr
Recaro Automotive, ein deutscher Hersteller von Hochleistungs-Fahrzeugsitzen, hat Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen reichte seinen Antrag beim Amtsgericht Esslingen ein. Der Schritt wirft Fragen zur Zukunft der 215 Beschäftigten am Standort Kirchheim unter Teck auf.
Die angeschlagene Sparte war ursprünglich 2011 von Johnson Controls übernommen worden. Sechs Jahre später gliederte das Unternehmen seinen Automotive-Sitzbereich aus und gründete 2016 die eigenständige Firma Adient. 2020 verkaufte Adient Recaro Automotive schließlich an die private Investmentgesellschaft Raven Acquisitions mit Sitz in Detroit.
Recaro Automotive spezialisiert sich auf Premium-Sitzlösungen, darunter die optional erhältlichen Sportsitze mit hoher Rückenlehne für den Ford Mustang Dark Horse. Trotz dieser Nischenexpertise führten finanzielle Schwierigkeiten nun zur Insolvenzanmeldung. Die Belegschaft soll erst nach der Einreichung beim Gericht von der Entscheidung erfahren haben – für viele eine Überraschung.
Von der Insolvenz betroffen ist ausschließlich die Sparte Recaro Automotive; andere Bereiche der größeren Recaro-Gruppe bleiben unberührt. Die Gewerkschaft IG Metall fordert nun alle möglichen Maßnahmen, um Arbeitsplätze zu sichern und eine langfristige Lösung für die Beschäftigten zu finden.
Die Insolvenzanmeldung lässt die unmittelbare Zukunft von Recaro Automotive ungewiss zurück. Die 215 Mitarbeiter:innen stehen vor einem unklaren Weg, während Beteiligte nach möglichen Lösungen suchen. IG Metall und die Insolvenzverwalter werden eine Schlüsselrolle dabei spielen, die nächsten Schritte für den Standort Kirchheim unter Teck zu bestimmen.






