31 March 2026, 18:21

Rekordmengen an Khat: Zoll beschlagnahmt 71 Kilogramm bei Routinekontrolle

Roter Seecontainer mit der Aufschrift "K Line" vor weißem Hintergrund.

Rekordmengen an Khat: Zoll beschlagnahmt 71 Kilogramm bei Routinekontrolle

Deutsche Zollbeamte haben in den letzten Jahren Rekordmengen an Khat beschlagnahmt, wobei die Konfiszierungen seit 2021 kontinuierlich angestiegen sind. Beim jüngsten Vorfall wurde am 20. März am Zollamt Weil am Rhein-Autobahn ein 29-jähriger Taxifahrgast kontrolliert. Die Behörden entdeckten in dessen Gepäck etwa 71 Kilogramm der stimulierenden Pflanze.

Khat ist ein natürliches Stimulans, das aus den jungen Blättern und Triebsitzen des Khat-Strauchs gewonnen wird. Es enthält die Wirkstoffe Cathinon und Cathin, die ähnliche – wenn auch schwächere – Effekte wie Amphetamine hervorrufen. Die Pflanze wird vor allem in Ländern wie Äthiopien, Kenia, Jemen und Oman verbreitet konsumiert.

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Bei einer Routinekontrolle in Weil am Rhein stießen Zollbeamte auf die große Sendung, die im Gepäck des Reisenden versteckt war. Die Person wurde nach der Bearbeitung des Falls wieder auf freien Fuß gesetzt, während das beschlagnahmte Khat vernichtet wurde. Mittlerweile wurden strafrechtliche Ermittlungen nach dem deutschen Betäubungsmittelgesetz eingeleitet.

Dieser Fall reiht sich in eine weitere aktuelle Beschlagnahmung durch das Hauptzollamt Lörrach ein, bei der rund 37 Kilogramm Khat von einem anderen Reisenden sichergestellt wurden. Zudem verhängte das Landgericht Lörrach im Jahr 2024 eine Geldstrafe in Höhe von 6.000 Euro gegen eine weitere Person, die in den Khat-Schmugel verwickelt war.

In den vergangenen fünf Jahren verzeichneten die deutschen Zollbehörden einen deutlichen Anstieg der Khat-Beschlagnahmungen. So wurden 2021 etwa 1,2 Tonnen sichergestellt, 2022 waren es 1,8 Tonnen, 2023 bereits 2,5 Tonnen, 2024 dann 3,1 Tonnen und 2025 schließlich 3,7 Tonnen. Der Großteil dieser Funde erfolgte an großen Flughäfen, darunter Frankfurt und München.

Die jüngste Konfiszierung unterstreicht die wachsende Herausforderung durch den Khat-Schmugel nach Deutschland. Da die Beschlagnahmungen Jahr für Jahr zunehmen, gehen die Behörden weiterhin gegen illegale Einfuhren vor. Dem betroffenen Fahrgast drohen nun rechtliche Konsequenzen wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelrecht.

Quelle