26 June 2026, 12:15

Rentenreform 2041: Wer bis 68 arbeiten muss – und wer früher gehen darf

Rentenreform und Lebensarbeitszeit

Rentenreform 2041: Wer bis 68 arbeiten muss – und wer früher gehen darf

Die Rentenkommission der Bundesregierung hat neue Vorschläge vorgelegt, um das Renteneintrittsalter anzuheben. Die Reformen sehen vor, das Alter an die steigende Lebenserwartung zu koppeln – für viele bedeutet das ein längeres Arbeitsleben. Wer 2041 in Rente geht, müsste bis 67,5 Jahre arbeiten, im Jahr 2051 sogar bis 68.

Aktuell können alle Arbeitnehmer in Deutschland unabhängig von ihrem Beruf mit demselben Alter in Rente gehen. Künftig soll sich das ändern. Die Kommission schlägt vor, die Möglichkeit einer abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren abzuschaffen. Bundeskanzler Friedrich Merz argumentiert, dass Spätstarter weniger in die Rentenkasse eingezahlt hätten als diejenigen, die früher ins Berufsleben einsteigen.

Die Pläne sehen zudem eine „individuelle Gesundheitsbewertung“ für Beschäftigte in körperlich anstrengenden Berufen vor. Wer seine Tätigkeit gesundheitlich nicht mehr ausüben kann, könnte dadurch früher in Rente gehen. Eine direkte Kopplung des Renteneintrittsalters an die Beitragsjahre lehnt die Kommission jedoch ab – trotz Forderungen nach einem gerechteren System.

Von der aktuellen Regelung profitieren vor allem Akademiker, die in der Regel mehr verdienen und länger leben. Sie beziehen häufiger höhere Renten über einen längeren Zeitraum. Arbeitnehmer ohne Hochschulabschluss wären von den Reformen am stärksten betroffen.

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Werden die Pläne umgesetzt, müssten alle in Deutschland länger arbeiten. Das Renteneintrittsalter würde schrittweise steigen, angepasst an die Lebenserwartung. Körperlich Arbeitende könnten über Gesundheitschecks früher aus dem Berufsleben ausscheiden, doch der allgemeine Trend geht hin zu einem späteren Rentenbeginn.

Quelle