Reul attackiert Fußballvereine: Zu lasch gegen Stadionrowdys und Ultra-Fans
Nadeschda HolzapfelReul attackiert Fußballvereine: Zu lasch gegen Stadionrowdys und Ultra-Fans
Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul kritisiert Fußballvereine scharf für ihren Umgang mit Stadionrowdys. Er wirft den Clubs vor, dass die aktuellen Maßnahmen nicht ausreichen, um Täter schnell zu identifizieren und zur Rechenschaft zu ziehen.
Reul betonte, dass Stadien bereits stark überwacht würden. Dennoch, so der Minister, würden Straftäter nur selten zügig ermittelt und bestraft. Die Vereine müssten für ihr Zögern stärker in die Pflicht genommen werden.
Der Minister vermutet, dass einige Clubs aus Rücksichtnahme auf ihre eigenen Ultra-Fans zögern, konsequent durchzugreifen. Um dem entgegenzuwirken, schlug er neue Gesetze vor, die Vereine für übermäßige Verzögerungen in Disziplinarverfahren bestrafen sollen.
Gleichzeitig lehnte Reul den Vorschlag ab, dass Vereine die Polizeipräsenzen bei Spielen selbst finanzieren sollten. Sicherheit in Stadien sei eine staatliche Aufgabe, erklärte er. Die Kostenfrage dürfe dabei überhaupt keine Rolle spielen.
Mit den geplanten Sanktionen will Reul die Vereine zu entschlossenerem Handeln gegen Täter drängen. Seine Haltung unterstreicht, dass Stadionsecurity eine öffentliche Pflicht und keine private Kostenfrage ist. Die Kritik setzt die Clubs unter Druck, ihre Vorgehensweise bei solchen Vorfällen zu verbessern.






