Revolutionäre Filtertechnik: Start-up Klar2O bekämpft Nanoplastik im Trinkwasser
Antonio SchleichRevolutionäre Filtertechnik: Start-up Klar2O bekämpft Nanoplastik im Trinkwasser
Deutsches Start-up sichert Millionenfinanzierung im Kampf gegen wachsende Umwelt- und Gesundheitsgefahr
Das in Bruchsal ansässige Start-up Klar2O hat in einer von der FMC Beteiligungs KG Bremen angeführten Series-A-Finanzierungsrunde 4,5 Millionen Euro eingesammelt. Die Technologie des Unternehmens zielt auf Mikro- und Nanoplastik ab – Partikel, die mittlerweile in menschlichem Blut, Urin und sogar in Organen nachgewiesen wurden.
Aktuelle Studien belegen, dass Flaschenwasser im Schnitt 240.000 Plastikteilchen pro Liter enthält, wobei 90 Prozent Nanoplastik mit einer Größe von unter einem Mikrometer sind. Diese winzigen Partikel können biologische Barrieren durchdringen und werfen Fragen nach möglichen Langzeitfolgen für die Gesundheit auf.
Klar2Os patentierte Smart Surface Technology hebt sich von herkömmlichen Filtrationssystemen ab: Sie bindet Nanoplastik gezielt, arbeitet energieeffizient und ist nachhaltig. Anders als klassische Filter entfernt sie zudem "Ewigkeitschemikalien" (PFAS) neben Mikro- und Nanoplastik.
Die Technologie vereint starke Adsorption mit minimalem Druckverlust und übertrifft damit bestehende Lösungen in puncto Effizienz. Ein weiterer Vorteil: Die Filter sind regenerierbar und reduzieren so Abfall. Weltweit bietet derzeit kein anderes Unternehmen ein vergleichbares System zur Entfernung dieser Schadstoffe aus Trinkwasser.
Mit der frischen Kapitalsprache will Klar2O die Produktion hochfahren und internationale Märkte erschließen. Ziel ist es, die Smart Surface Technology als neuen Standard für hochwertige Wasserfiltration zu etablieren.
Angesichts der zunehmenden Nachweise von Nanoplastik im menschlichen Körper kommt Klar2Os Lösung zur rechten Zeit. Die 4,5-Millionen-Investition soll helfen, die regenerierbaren Filter global verfügbar zu machen. Gelingt der Durchbruch, könnte die Technologie eine entscheidende Lücke in der Wasseraufbereitung schließen.






