10 February 2026, 08:37

Rückversicherer erhöhen Schutzangebote – doch die Kosten steigen vor den Januar-Erneuerungen

Ein blauer Hintergrund mit weißer Schrift, die besagt: "Millionen von Amerikanern sparen durchschnittlich 800 USD pro Jahr an Gesundheitsversicherungsprämien unter dem Inflation Reduction Act" und ein Logo.

Rückversicherer erhöhen Schutzangebote – doch die Kosten steigen vor den Januar-Erneuerungen

Rückversicherer passen Strategien an: Nachfrage nach breiterem Schutz steigt vor den Januar-Erneuerungen

Der Rückversicherungsmarkt sieht sich veränderten Anforderungen gegenüber, da Erstversicherer vor den Erneuerungen im Januar verstärkten Deckungsschutz nachfragen. Makler und Underwriter passen ihre Strategien an – einige drängen auf erweiterten Schutz, obwohl die Kosten steigen. Unterdessen hat MAPFRE RE Pläne für ein Wachstum in Schlüsselmärkten vorgestellt, ohne dabei die Profitabilität aus den Augen zu verlieren.

In den vergangenen zwei Jahren verzeichneten Rückversicherer starke Underwriting-Ergebnisse. Dieser Erfolg hat zwar Druck auf die Preise ausgeübt, doch die Unternehmen dürften bei der Risikobewertung weiterhin diszipliniert bleiben. Gleichzeitig ist damit zu rechnen, dass Erstversicherer bei den anstehenden Erneuerungen vermehrt Buydowns oder eine Rückkehr zu Frequenzschutz-Deckungen anstreben.

Die Kosten für Frequenzschutz sind deutlich gestiegen, wobei neue Policen deutlich später greifen als noch unter den älteren AGG-XL-Verträgen. Trotzdem zeigen Makler Interesse an zusätzlichen niedrigeren Selbstbehaltsstufen oder Frequenzdeckungen, um Einnahmenlücken zu schließen. Mark Meyerhoff, Regionalchef für EMEA bei MAPFRE RE, schloss jedoch eine Rückkehr zu den Gewinnschutzbedingungen von vor zwei oder drei Jahren aus.

Im Katastrophenbereich wächst die Nachfrage nach Zusatzkapazitäten, angetrieben durch höhere Kaufvolumina und Änderungen in den Anbietermodellen. Allerdings könnte das Risikoappetit der Rückversicherer nicht vollständig mit der gestiegenen Nachfrage nach Deckung in bestimmten Bereichen übereinstimmen. Ungewiss bleibt die weitere Marktentwicklung jenseits der aktuellen 1/1-Struktur – es gibt Befürchtungen, dass sich Rückversicherer zurückziehen könnten, sollten sich die Rahmenbedingungen verschlechtern.

MAPFRE RE konzentriert sich auf die Expansion in den USA und investiert gleichzeitig in Lateinamerika sowie der APAC-Region. Zudem strebt das Unternehmen an, die Profitabilität in der EMEA-Region zu festigen. Politische Weichenstellungen in Europa, wie die in Italien geplante, aber verschobene Pflichtversicherung für Naturgefahren, könnten die Nachfrage nach Katastrophendeckungen zusätzlich beeinflussen.

Die Rückversicherungsbranche bereitet sich auf eine intensive Erneuerungsphase vor, in der Erstversicherer trotz höherer Kosten nach umfassenderem Schutz streben. Die regionalen Wachstumspläne von MAPFRE RE und mögliche regulatorische Änderungen in Europa werden die Marktdynamik prägen. Vorerst bleibt Underwriting-Disziplin oberste Priorität – doch künftige Verschiebungen im Risikoappetit könnten das Marktbild verändern.