Sabotage an Rheintalbahn: Betonplatten und Kabel stoppen ICE-Zug
Antonio SchleichSabotage an Rheintalbahn: Betonplatten und Kabel stoppen ICE-Zug
Sabotageakt stört Zugverkehr auf der Rheintalbahn früh am 5. April
Unbekannte Täter legten in den frühen Morgenstunden des 5. April Betonplatten und ein Kabel auf die Gleise bei Willstätt, woraufhin ein ICE-Zug gegen 5:41 Uhr darüber fuhr. Die Behörden haben die Ermittlungen aufgenommen, bisher gibt es jedoch keine Verdächtigen.
Durch den Vorfall wurden die Schranken eines Bahnübergangs blockiert, nachdem das Kabel durchtrennt worden war. Der Zugverkehr musste vorübergehend eingestellt werden, was zu geringfügigen Verspätungen führte, während die Reparaturarbeiten liefen. Das genaue Ausmaß der Schäden wird noch geprüft.
Dies ist kein Einzelfall. In den vergangenen fünf Jahren gab es auf deutschen Schienen mehr als 20 vorsätzliche Angriffe, insbesondere in Weserbergland, Bayern und Nordrhein-Westfalen. Zu den jüngsten Vorfällen zählen Brandstiftung an Signalanlagen bei Bremen im April 2024 sowie wiederholte Kabeldurchtrennungen zwischen 2023 und 2025.
Die Bundespolizei stuft die jüngste Störung als schwere Beeinträchtigung des Bahnbetriebs ein. Bisher gibt es jedoch keine Hinweise auf mögliche Täter.
Der Sabotageakt bei Willstätt reiht sich in eine wachsende Serie gezielter Angriffe auf die deutsche Bahninfrastruktur ein. Zwar konnte der Verkehr nach den Reparaturen wieder normal aufgenommen werden, doch die Ermittlungen laufen weiter. Die Behörden arbeiten daran, das Motiv zu klären und weitere Vorfälle zu verhindern.






