Sachsen-Anhalt setzt auf klimaresiliente Infrastruktur mit neuem Sonderfonds
Wenzel WeinholdSachsen-Anhalt setzt auf klimaresiliente Infrastruktur mit neuem Sonderfonds
Der Wissenschaftliche Beirat für Klimaschutz Sachsen-Anhalt hat zentrale Prioritäten für die zukünftige Infrastruktur des Landes skizziert. In einem neu eingereichten Positionspapier gibt das Gremium Empfehlungen, wie der Sonderfonds Infrastrukturgesetz (Infra-SVG) effektiv genutzt werden kann. Die Vorschläge konzentrieren sich auf langfristige Investitionen in Energie, Verkehr und klimaresiliente Bauvorhaben.
Das Papier wurde an Prof. Dr. Armin Willingmann übermittelt und hebt strategische Förderbereiche hervor, darunter der Ausbau von Energie- und Wärmenetzen, die Entwicklung einer Wasserstoffwirtschaft sowie die Verbesserung des emissionsarmen öffentlichen Verkehrs. Zudem betonte der Beirat die Notwendigkeit klimagerechter Bautechniken, um die Infrastruktur zukunftssicher zu gestalten.
Die Empfehlungen knüpfen an bestehende Landesinitiativen an, wie den Zukunfts- und Klimaschutzkongress und den Klimaschutz-Fachplan der Regierung. Durch die Verknüpfung dieser Rahmenwerke soll sichergestellt werden, dass die Investitionen sowohl die Versorgungssicherheit stärken als auch das regionale Wirtschaftswachstum fördern. Ein zentrales Ziel ist es, Infrastrukturmodernisierungen mit Innovation, Energieunabhängigkeit und Klimazielen zu verbinden.
Über das Positionspapier hinaus hat sich der Beirat verpflichtet, die Umsetzung des Sonderfonds weiterhin wissenschaftlich zu begleiten. Seine Expertise soll dazu beitragen, langfristige Vorteile zu maximieren, während Sachsen-Anhalt den Übergang zu einer modernen, klimafreundlichen Wirtschaft vollzieht. Die neue Amtszeit des Gremiums beginnt am 1. Juli 2026 und verlängert damit seine Rolle bei der Gestaltung dieser Vorhaben.
Die Vorschläge des Beirats zielen auf eine widerstandsfähige, leistungsstarke Infrastruktur ab, die Emissionen reduziert und lokale Industrien stärkt. Die im Rahmen des Infra-SVG bereitgestellten Mittel sollen sowohl ökologischen als auch wirtschaftlichen Fortschritt vorantreiben. Die Landesregierung wird die Empfehlungen nun auf ihre Umsetzbarkeit prüfen.






