Salzgitter lehnt Tiny Houses als Senioren-Wohnlösung klar ab
Ein Antrag zur Einführung von Tiny Houses in Salzgitter ist vom Stadtrat deutlich abgelehnt worden. Die von der DiBo-Fraktion eingebrachte Initiative sollte die kompakten Häuser als dauerhafte Wohnlösung für Senioren etablieren. Trotz Argumenten zu Bezahlbarkeit und Barrierefreiheit stimmten die Ratsmitglieder mit großer Mehrheit gegen den Vorschlag.
Die DiBo-Gruppe, bestehend aus den ehemaligen AfD-Politikern Thomas Disselhof und Jörg Bogun, hatte den Antrag vor der Sitzung am Mittwoch eingereicht. Ihr Plan sah vor, Tiny Houses in die Bauleitplanung Salzgitters aufzunehmen – mit klaren Regelungen zu Bauweise und Standort. Die Fraktion betonte, dass solche Häuser die finanzielle Belastung der Stadt verringern könnten, indem sie Senioren eine kostengünstige, barrierefreie Alternative zu herkömmlichen Pflegeeinrichtungen bieten.
Zudem verwies die Gruppe auf die praktischen Vorteile für ältere Bürger, die ihr Wohnumfeld verkleinern möchten. Tiny Houses, so ihr Argument, böten altersgerechten Wohnraum ohne die hohen Kosten größerer Immobilien. Als der Antrag zur Abstimmung stand, unterstützten ihn jedoch nur zwei Ratsmitglieder. Eine offizielle Begründung für die Ablehnung wurde nicht genannt.
Die Entscheidung bedeutet, dass Salzgitter vorerst keinen regulären Weg für die Ansiedlung von Tiny Houses vorsieht. Der Vorschlag der DiBo-Gruppe, durch kompakte Wohnformen die Kosten der Seniorenbetreuung zu senken, ist damit vom Tisch. Die Bauleitplanung der Stadt bleibt vorerst unverändert.






