Sieben Jahre Jugendhaft für Sohn, der seine Mutter im Streit tötete
Nadeschda HolzapfelSieben Jahre Jugendhaft wegen Totschlags an der eigenen Mutter in Baden-Württemberg - Sieben Jahre Jugendhaft für Sohn, der seine Mutter im Streit tötete
Ein 20-jähriger Mann ist in Baden-Württemberg wegen der Tötung seiner Mutter zu sieben Jahren Jugendhaft verurteilt worden. Das Landgericht Schramberg stufte die Tat als Totschlag ein und wies damit die Forderung der Staatsanwaltschaft nach einer Verurteilung wegen Mordes zurück. Der Fall begann mit einem heftigen Streit, der in einer Tragödie endete.
Der Angeklagte hatte seine Mutter während einer eskalierten Auseinandersetzung mit einem Werkzeug angegriffen. Nach mehreren Schlägen brachte er ihren Körper in eine Dachbox und versteckte ihn später im Keller. Die Ermittler fanden die Leiche am folgenden Tag.
Die Staatsanwaltschaft hatte neun Jahre und drei Monate Haft wegen Mordes beantragt. Das Gericht sah jedoch keine erschwerenden Umstände, die eine Verurteilung wegen Mordes gerechtfertigt hätten, und verurteilte den Mann stattdessen wegen Totschlags – entsprechend der Argumentation der Verteidigung.
Bereits Ende 2023 war der gleiche Täter wegen Besitzes von Kinder- und Jugendpornografie verurteilt worden. Diese Vorstrafe floss zwar in die Urteilsfindung ein, wurde vom Gericht jedoch nicht in direktem Zusammenhang mit dem Totschlag gewertet.
Der Verurteilte muss nun sieben Jahre in Jugendhaft verbüßen, wie das Gericht in seinem endgültigen Urteil festlegte. Damit endet ein Verfahren, das sich zentral mit der Frage beschäftigte, ob die Tat die rechtlichen Voraussetzungen für einen Mord erfüllte. Weitere Details zum Beschuldigten oder zum genauen Tatzeitpunkt wurden nicht bekannt gegeben.