SkF schließt Braunschweiger Beratungsstelle nach über 100 Jahren wegen Geldmangels
Antonio SchleichSkF schließt Braunschweiger Beratungsstelle nach über 100 Jahren wegen Geldmangels
Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) schließt Beratungsstelle in Braunschweig Ende des Monats
Die Braunschweiger Beratungsstelle des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) wird nach über einem Jahrhundert ihrer Tätigkeit Ende des Monats geschlossen – Grund sind fehlende finanzielle Mittel. Ab dem 1. Juli übernimmt der Caritasverband Teile des Angebots.
Die Einrichtung in der Kasernenstraße 30 betreute im vergangenen Jahr fast 330 Frauen und Familien in Fragen zu Schwangerschaft und Erziehung. Zudem führte sie Projekte wie die „Elternpraxis mit Babysimulatoren“ und „Frühe Hilfen“ im Stadtteil Westlicher Ring durch. Trotz des Engagements der Mitarbeiterinnen und Ehrenamtlichen zwang die prekäre finanzielle Lage zur Schließung.
Die Schwangerschaftsberatung wird am selben Standort nahtlos von Caritas weitergeführt. Für die beiden anderen Projekte konnten jedoch bisher keine neuen Träger gefunden werden. Die Babysimulatoren befinden sich in gutem Zustand und könnten von zertifizierten Einrichtungen mit einem passenden Konzept übernommen werden.
Karen Vogel, die scheidende Geschäftsführerin und Schwangerschaftsberaterin, bleibt in Teilzeit bei Caritas angestellt. Nach mehr als 100 Jahren Dienst wird die SkF-Stelle in Braunschweig damit aufgelöst.
Der SkF dankte allen Spenderinnen, Spendern und Stiftungen für ihre Unterstützung, darunter der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz und der Stiftung Großes Waisenhaus. Während die Schwangerschaftsberatung gesichert ist, bleibt die Zukunft der anderen Projekte vorerst ungewiss.
