12 March 2026, 18:20

SparkassenVersicherung profitiert 2025 von ruhigem Wetter und steigert Gewinn um 42 Prozent

Eine Karte der Vereinigten Staaten, die die 2020 Milliarden-Dollar-Wetter- und Klimaschäden zeigt, unterteilt in Abschnitte nach Jahr und Schadensart, mit Logos oben rechts und fetter Schrift, überwiegend in Blautönen und Grüntönen mit Gelb- und Rotakzenten.

Sparkassen-Versicherer zahlen weniger für Wetterschäden - SparkassenVersicherung profitiert 2025 von ruhigem Wetter und steigert Gewinn um 42 Prozent

Die SparkassenVersicherung (SV) meldete für das Jahr 2025 einen deutlichen Rückgang bei wetterbedingten Schadensfällen und verzeichnete damit eines der besten Ergebnisse der letzten Jahre. Das in Stuttgart ansässige Unternehmen sah die Kosten für Sturmschäden auf 87,4 Millionen Euro sinken – ein Bruchteil der 397 Millionen Euro, die noch 2024 angefallen waren. Vorstandsvorsitzender Andreas Jahn führte den Rückgang auf ungewöhnlich ruhiges Wetter zurück, warnte jedoch vor künftigen Herausforderungen durch den Klimawandel.

Die SV, die 2004 aus der Fusion der SV Baden-Württemberg und der Sparkassenversicherung Hessen-Nassau-Thüringen hervorging, hatte in den vergangenen Jahren mit starken Schwankungen bei wetterbedingten Schäden zu kämpfen. 2023 und 2024 stiegen die Elementarschäden um 20 bis 30 Prozent im Vergleich zu 2025, vor allem bedingt durch Starkregen und Überschwemmungen. Besonders betroffen waren Regionen wie Bayern, Nordrhein-Westfalen und Sachsen, wo die Folgen von Katastrophen wie dem Ahrtal-Hochwasser noch nachwirkten.

2024 war für die SV das viertschlimmste Jahr in ihrer Geschichte in Sachen wetterbedingter Zerstörungen: Stürme richteten schwere Schäden an Gebäuden und Fahrzeugen an. Doch 2025 blieben die Kernregionen des Unternehmens von größeren Stürmen, Hagel oder Überschwemmungen verschont, was die Schadenskosten deutlich reduzierte. Insgesamt sanken die Gesamtleistungen für Schäden um rund 10 Prozent auf knapp 1,6 Milliarden Euro.

Trotz der Einsparungen belasteten steigende Wasserschäden und höhere Reparaturkosten aufgrund der Inflation einen Teil der Gewinne. Dennoch stieg der Nettogewinn der SV um 42 Prozent auf 147 Millionen Euro. Auch die Sparte Lebensversicherung verzeichnete ein Wachstum: Die Prämieneinnahmen kletterten um 7,2 Prozent auf rund 4,0 Milliarden Euro. Ende 2025 beschäftigte das Unternehmen über 5.400 Mitarbeiter.

Die Ergebnisse für 2025 unterstreichen, wie stark das finanzielle Ergebnis der SV vom Wetter abhängt. Zwar brachen die sturmbedingten Schäden ein, doch in anderen Bereichen steigen die Kosten weiter. CEO Andreas Jahn betonte, dass der Klimawandel und extreme Wetterereignisse auch in den kommenden Jahren entscheidende Faktoren bleiben werden.

Quelle