SPD in Baden-Württemberg stürzt auf historisches Tief von 5,5 Prozent ab
Cordula Ring5.5 Prozent: Das schlechteste Ergebnis aller Zeiten für die SPD - SPD in Baden-Württemberg stürzt auf historisches Tief von 5,5 Prozent ab
Die SPD hat bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg im März 2026 ihr schlechtestes Ergebnis seit Kriegsende eingefahren: Die Partei kam nur noch auf 5,5 Prozent der Stimmen. Damit setzt sich ein dramatischer Absturz fort, der den langjährigen Niedergang der Sozialdemokraten in der Region besiegelt.
Der Rückgang der SPD in Baden-Württemberg verlief rasant und stetig: 2001 erreichte die Partei noch 33,3 Prozent, doch bis 2011 fiel der Wert auf 12,7 Prozent. 2021 halbierte sich die Unterstützung fast erneut auf 11,0 Prozent – um nun bei der jüngsten Wahl auf nur noch 5,5 Prozent einzubrechen.
Dieses Ergebnis unterbietet sogar den bisherigen Negativrekord der SPD von 6,1 Prozent in Thüringen und markiert das schwächste Abschneiden der Partei bei einer Landtags- oder Bundestagswahl seit 1945. Auch auf Bundesebene kämpft die SPD: Bei der vorgezogenen Neuwahl im vergangenen Jahr stürzte sie auf 16,4 Prozent ab – nach 25,71 Prozent im Jahr 2021. In mehreren Bundesländern, darunter Sachsen, Bayern und Sachsen-Anhalt, rutscht die Partei mittlerweile in den einstelligen Bereich.
Von diesem Wandel in Baden-Württemberg profitierten andere Parteien: Die Grünen übernahmen viele linksgerichtete Wähler und festigten ihre dominierende Position, während die AfD ihren Einfluss ausbaute und mit 35 Mandaten – gegenüber zuvor 17 – deutlich zulegte. Die FDP hingegen verlor alle Sitze im Landtag.
Der Niedergang der SPD in Baden-Württemberg spiegelt eine bundesweite Krise wider. Mit historisch niedrigen Umfragewerten steht die Partei vor der Herausforderung, wieder an Boden zu gewinnen. Der Aufstieg konkurrierender Kräfte hat die politische Landschaft neu geordnet – und die Sozialdemokraten in ihre schwächste Position seit Jahrzehnten gedrängt.