Spektakuläre Höhenrettung in Kaisersbach: Arbeiter aus 35 Metern gerettet
Cordula RingSpektakuläre Höhenrettung in Kaisersbach: Arbeiter aus 35 Metern gerettet
Rettung in 35 Metern Höhe: Komplexe Bergungsaktion an Sendemast in Kaisersbach
Ein Arbeiter, der in 35 Metern Höhe an einem Sendemast in Kaisersbach festsaß, wurde am Montag im Rahmen einer aufwendigen Höhenrettung geborgen. An der Aktion waren ein Polizeihubschrauber, Spezialkräfte für Höhenrettung aus Stuttgart sowie örtliche Einsatzteams beteiligt. Dank des koordinierten Vorgehens konnte der Verletzte mehr als eine Stunde schneller als mit herkömmlichen Methoden sicher zu Boden gebracht werden.
Der Notfall begann gegen 14:30 Uhr, als die Stuttgarter Feuerwehr einen Hilferuf für eine Höhenrettung erhielt. Ein Arbeiter hatte sich am Mast Kopfverletzungen zugezogen und war nicht mehr in der Lage, selbstständig abzusteigen. Die Hubschrauberstaffel der Polizei Baden-Württemberg rückte mit einer Winde aus, unterstützt von drei Höhenrettern der Stuttgarter Feuerwehr.
Vor Ort wurden zwei Retter per Winde zum Verletzten abgeseilt. Sie sicherten ihn mit einem Rettungsdreieck und bereiteten die Bergung vor. Während des gesamten Einsatzes hielt die Hubschrauberbesatzung ständigen Funkkontakt mit dem Einsatzleiter der Kaisersbacher Feuerwehr. Dies ermöglichte Echtzeit-Anpassungen, sodass der Patient direkt aus der Luft geborgen werden konnte – ohne Zwischenlandung oder Bodenkontrolle. Die Rettung basierte auf der engen Abstimmung zwischen Piloten, Hubschraubercrew, Höhenrettern und lokalen Kräften. Solche Teamarbeit wurde bereits geprobt, zuletzt 2023 bei einer Übung zwischen dem Stuttgarter Rettungsteam und der Kaisersbacher Feuerwehr.
Nach der Stabilisierung wurde der Arbeiter zu Boden gelassen und an den Rettungsdienst übergeben. An der Operation waren mehrere Behörden beteiligt, darunter die Stuttgarter Feuerwehr, die Freiwillige Feuerwehr Kaisersbach, das Polizeirevier Welzheim und die Hubschrauberstaffel der Polizei Baden-Württemberg. Ihre Zusammenarbeit geht auf eine 2021 geschlossene Kooperationsvereinbarung zwischen der Hubschrauberstaffel und dem Stuttgarter Höhenrettungsteam für Windenrettungseinsätze in urbanem Gelände zurück.
Durch die Windenbergung erreichte der Verletzte deutlich schneller medizinische Versorgung als mit Standardmethoden möglich gewesen wäre. Der Erfolg der Mission unterstreicht die Effizienz von Windenrettungen in hochriskanten Situationen. Die Behörden gaben den Namen des Einsatzleiters der Kaisersbacher Feuerwehr, der die Aktion koordinierte, nicht bekannt.