04 April 2026, 12:19

Stuttgarter Friedenspreis 2023 geht an Seebrücke Baden-Württemberg für humanitäre Fluchtpolitik

Eine Gruppe von Menschen, die eine Straße entlanggehen und ein 'Refugees Welcome'-Schild halten, mit parkenden Fahrzeugen, Radfahrern und Bäumen an der Straße und einem sichtbaren Himmel.

Stuttgarter Friedenspreis 2023 geht an Seebrücke Baden-Württemberg für humanitäre Fluchtpolitik

Die Seebrücke Baden-Württemberg erhält den Stuttgarter Friedenspreis 2023

Die Bewegung Seebrücke Baden-Württemberg ist mit dem Stuttgarter Friedenspreis 2023 ausgezeichnet worden. Die Initiative setzt sich für sichere Fluchtwege, legale Rettungseinsätze auf See sowie bessere Lebensbedingungen für Geflüchtete ein. Ihre Arbeit steht im Einklang mit der übergeordneten Kampagne "Sichere Häfen", die sich gegen die zunehmend isolationistische Migrationspolitik Europas stellt.

Für ihr Engagement in der "Sichere Häfen"-Bewegung erhielt die Gruppe ein Preisgeld von 5.000 Euro. Die Kampagne wendet sich gegen restriktive Asylgesetze und fordert eine menschlichere Behandlung von Migrant:innen. Allein in Baden-Württemberg unterstützen 44 Kommunen – darunter Stuttgart, Heidelberg und Karlsruhe – die Initiative.

Bei der Preisverleihung hielt Ryyan Alshebl, Bürgermeister von Ostelsheim, die Laudatio. Der Syrer kam 2015 als Geflüchteter nach Deutschland und wurde später der erste syrische Bürgermeister des Landes. In seiner Rede kritisierte er die aktuelle Asyldebatte als zutiefst frustrierend.

Elena, eine Vertreterin der Seebrücke Baden-Württemberg, verurteilte die europäische Asylpolitik als Verletzung der Menschenrechte. Vergeben wurde der Preis von "Die AnStifter", einem Bürgerprojekt, gemeinsam mit der Stiftung Stuttgarter Friedenspreis. Die jährliche Auszeichnung würdigt herausragende Leistungen für Frieden, Gerechtigkeit und Solidarität.

Ebenfalls geehrt wurde das Junge Theater der Waldbühne Sigmaringendorf, das in diesem Jahr den Nachwuchspreis erhielt.

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Die Auszeichnung unterstreicht den anhaltenden Einsatz der Seebrücke für fairere Migrationspolitiken. Zwar unterstützen 44 Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg die "Sichere Häfen"-Initiative, doch bisher hat keine deutsche Kommune zugesagt, mehr Geflüchtete aufzunehmen, als gesetzlich vorgeschrieben. Das Preisgeld und die öffentliche Anerkennung könnten der Bewegung nun zu mehr Gehör verhelfen.

Quelle