21 January 2026, 12:58

Tarifstreit im Nahverkehr Baden-Württemberg: Verhandlungen scheitern an fehlenden Arbeitgeberangeboten

Eine Gruppe von Menschen sitzt auf dem Boden des Berliner Hauptbahnhofs und hält ein Banner mit der Aufschrift "Retten Sie die Nachtzüge, um das Klima zu retten". Es gibt Kissen, einen Fotoapparat und andere Gegenstände, die herumliegen. Im Hintergrund gibt es Schilder mit Text, Säulen, Lampen an der Decke und Geländer.

Tarifstreit im Nahverkehr Baden-Württemberg: Verhandlungen scheitern an fehlenden Arbeitgeberangeboten

Die erste Runde der Tarifverhandlungen für Beschäftigte im kommunalen Nahverkehr in Baden-Württemberg ist ohne Fortschritte zu Ende gegangen. Die Arbeitgeber legten kein Angebot vor, sodass rund 6.700 Mitarbeiter in sieben Unternehmen – darunter auch in Baden Baden – weiter in Ungewissheit bleiben. Die nächsten Gespräche sind für den Februar angesetzt.

Die Gewerkschaft ver.di drängt auf bessere Arbeitsbedingungen in der Branche. Zu ihren Forderungen gehören höhere Zuschläge für Nacht-, Wochenend- und Samstagsdienste sowie eine verbesserte Bezahlung von Überstunden. Zudem fordert die Gewerkschaft leistungsbezogene Zulagen und argumentiert, dass die aktuellen Überstundensätze teilweise unter dem normalen Stundenlohn liegen.

Die Arbeitgeberseite hat jedoch bisher keine Vorschläge unterbreitet. Als Hauptgrund nannten sie die angespannte Haushaltslage der Kommunen. Ohne ein konkretes Angebot kamen die Verhandlungen ins Stocken, und zentrale Fragen blieben ungeklärt.

Die ausbleibenden Fortschritte betreffen Beschäftigte in den großen Verkehrsbetrieben der Region. Mitarbeiter berichten von steigendem Druck durch höhere Arbeitsbelastung und unbezahlte Überstunden. Nach Angaben von ver.di haben sich die Bedingungen im Laufe der Zeit verschlechtert, weshalb eine faire Vergütung nun Priorität in den Verhandlungen hat.

Beide Seiten werden Anfang Februar erneut zusammenkommen, um weiter zu verhandeln. Bis dahin bleiben Löhne und Arbeitsbedingungen unverändert. Das Ergebnis wird sich direkt auf Tausende Beschäftigte im Nahverkehr Baden-Württembergs auswirken.