21 January 2026, 12:57

Tarifstreit im Nahverkehr Baden-Württembergs bleibt vorerst ohne Lösung

Ein detaillierter Stadtplan von Stuttgart, Deutschland aus dem Jahr 1881 mit Text und umfassender Gebietsübersicht.

Tarifstreit im Nahverkehr Baden-Württembergs bleibt vorerst ohne Lösung

Die erste Runde der Tarifverhandlungen für Beschäftigte im kommunalen Nahverkehr in Baden-Württemberg ist ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Die Arbeitgeber legten kein Angebot vor, sodass rund 6.700 Mitarbeiter in sieben Unternehmen – darunter auch in Freiburg – weiterhin in Ungewissheit verbleiben.

Die Gewerkschaft ver.di war mit Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen in die Gespräche gegangen. Dazu gehörten höhere Zuschläge für Nacht-, Samstags- und Sonntagsarbeit, eine verbesserte Vergütung von Überstunden sowie Zulagen, die an die Entgeltgruppen geknüpft sind. Die Gewerkschaftsvertreter wiesen zudem auf übermäßige Arbeitsbelastungen hin, bei denen der Lohn für Überstunden mitunter unter den regulären Stundensatz falle.

Die Arbeitgeberseite, vertreten durch den Kommunalen Arbeitgeberverband Baden-Württemberg (KAV), unterbreitete kein Angebot. Als Begründung führte man die angespannte Haushaltslage der Kommunen an. In öffentlichen Unterlagen wurde kein konkreter Verhandlungsführer der Arbeitgeber genannt. Die nächste Gesprächsrunde ist für Anfang Februar angesetzt. Bis dahin bleibt der Konflikt ungelöst – mit Auswirkungen auf Tausende Beschäftigte im Verkehrssektor der Region.

Ohne ein Angebot der Arbeitgeberseite ruhen die Verhandlungen vorerst. Das Ergebnis wird über Löhne und Arbeitsbedingungen von 6.700 Mitarbeitern im öffentlichen Nahverkehr Baden-Württembergs entscheiden. Die weiteren Gespräche im Februar werden zeigen, ob ein Kompromiss möglich ist.