Taylor Swifts Video macht vergessene Ophelia im Museum Wiesbaden zum Star
Antonio SchleichTaylor Swifts Video macht vergessene Ophelia im Museum Wiesbaden zum Star
Ein weitgehend unbekanntes Gemälde aus dem 19. Jahrhundert hat dank Taylor Swifts neuestem Musikvideo plötzlich weltweite Aufmerksamkeit erlangt. Das Werk Ophelia von Friedrich Heyser ist zu Beginn von The Fate of Ophelia, veröffentlicht 2025, zu sehen. Seitdem pilgern Fans ins Museum Wiesbaden, um das Bild mit eigenen Augen zu betrachten.
Der Weg des Gemäldes in den Rampenlicht begann jedoch lange vor Swifts Video. Danielle Neess und ihr verstorbener Mann erwarben Ophelia 2017 bei einer Auktion und retteten es so vor jahrzehntelanger Vernachlässigung auf einem Dachboden. Nach einer sorgfältigen Restaurierung übergaben sie später ihre gesamte Sammlung, darunter auch das Gemälde, als Schenkung an das Museum Wiesbaden.
Innerhalb von nur zwei Tagen nach Veröffentlichung des Songs besuchten über 500 Swift-Fans – bekannt als "Swifties" – das Museum, um sich das Bild anzuschauen. Der plötzliche Ansturm hat auch Kunstexperten aufhorchen lassen. David Suppes, ein Fachmann auf diesem Gebiet, sieht darin eine Chance, dass mehr Menschen den Jugendstil entdecken und vergessene Künstler wie Heyser wiederentdecken.
Die neu gewonnene Berühmtheit des Gemäldes hat sogar Regierungsvertreter erreicht. Timon Gremmels, Hessens Minister für Kunst und Kultur, lud Swift offiziell nach Wiesbaden ein, um Ophelia persönlich zu betrachten. Neess und Suppes äußerten eine ähnliche Einladung und planen, Höhepunkte ihres Gesprächs auf Suppes' Instagram-Kanal zu teilen.
Das Musikvideo hat Ophelia und seinem Schöpfer unerwartete Aufmerksamkeit beschert. Das Museum Wiesbaden verzeichnet einen deutlichen Besucheranstieg, auch wenn konkrete Zahlen noch nicht bestätigt wurden. Vorerst bleibt das Gemälde ausgestellt – und zieht sowohl Kunstliebhaber als auch Swift-Fans in seinen Bann.