TeamViewer-Aktie kämpft mit Tiefstständen und Führungswechseln am Markt
Nadeschda HolzapfelTeamViewer-Aktie kämpft mit Tiefstständen und Führungswechseln am Markt
TeamViewer-Aktie: Umbruch am Tiefpunkt
Teaser: TeamViewer reduziert eigenen Aktienbestand und tauscht Führungskräfte aus, während der Aktienkurs nahe dem Jahrestief notiert. Die kürzlich gesenkte Wachstumsprognose belastet weiterhin die Stimmung an den Märkten.
TeamViewer hat seine Umsatzprognose für 2026 nach unten korrigiert, woraufhin die Aktie in die Nähe des 52-Wochen-Tiefs rutschte. Der deutsche Anbieter für Fernzugriffslösungen erwartet nun nur noch ein Wachstum von 2 bis 6 Prozent – deutlich weniger als zuvor prognostiziert. Investoren reagierten mit deutlichen Verkäufen: Seit Januar hat der Kurs 42,32 Prozent verloren.
Gleichzeitig kündigte das Unternehmen personelle Veränderungen an: Finn Faldi kehrt als Executive Vice President of Global Inside Sales zurück, während Georg Beyschlag das Unternehmen zum Jahresende verlassen wird.
Die angepasste Prognose ist vor allem auf die schwache Performance der Tochtergesellschaft 1E zurückzuführen. Trotz dieses Rückschlags hob TeamViewer die Prognose für die bereinigte EBITDA-Marge leicht auf 44 Prozent für 2026 an. Die Meinungen der Analysten gehen indes auseinander: Während die Barclays die Aktie mit "Kaufen" einstuft, senkte JPMorgan das Kursziel auf 7,50 Euro.
Am Freitag schloss die Aktie bei 5,58 Euro, knapp über dem 52-Wochen-Tief von 5,42 Euro. Der Relative-Stärke-Index (RSI) von 27,6 deutet auf eine überverkaufte Situation hin, doch die gleitenden Durchschnitte wirken weiterhin als Widerstand. Die Marktkapitalisierung liegt aktuell bei 870 Millionen Euro, das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) bei etwa 7,6 – ein Zeichen für Skepsis hinsichtlich des mittelfristigen Wachstums.
In einem separaten Schritt reduziert TeamViewer seinen eigenen Aktienbestand von 5,03 auf 4,00 Prozent und hält derzeit direkt 6.533.838 Stücke. Die Gesamtzahl der Stimmrechte bleibt bei 163,5 Millionen unverändert. Die Vertriebsabteilung steht unter Druck, die Erwartungen nach den enttäuschenden Prognosen zu stabilisieren.
Für Georg Beyschlag, der zum Jahresende als Leiter des Amerika-Geschäfts von TeamViewer ausscheidet, wurde noch kein Nachfolger benannt. Stand 4. Dezember 2025 bleibt er vorerst in seiner Position, ohne dass eine Nachfolge geregelt wäre.
Die Aktie von TeamViewer leidet unter den gesenkten Wachstumserwartungen und den Führungswechseln. Die verbesserte bereinigte EBITDA-Marge bietet zwar etwas Entlastung, doch das Vertrauen der Anleger bleibt gedämpft. Mit Kursen nahe dem Jahrestief und uneinigen Analysten wird sich in den kommenden Monaten zeigen, ob es dem Unternehmen gelingt, wieder an Fahrt aufzunehmen.