30 January 2026, 02:50

Tödlicher Radunfall im Januar 2024 zwingt das Bundesland zum Umdenken in der Verkehrspolitik

Mehrere Fahrräder sind in der Nähe einer Briefkasten mit einer Sicherheitskegel auf dem, mit einem Plakat an einer Wand im Hintergrund und einem Weg am unteren Rand des Bildes.

Staat Repariert Fahrradweg Nach tödlichem Unfall eines Radaktivisten - Tödlicher Radunfall im Januar 2024 zwingt das Bundesland zum Umdenken in der Verkehrspolitik

Tödlicher Fahrradunfall im Januar 2024 führt zu grundlegenden Änderungen in der Verkehrssicherheitspolitik im Bundesland

Bei einem schweren Verkehrsunfall im Januar 2024 kam der bekannte Fahrradaktivist Andreas Mandalka ums Leben, nachdem er auf einer Landesstraße im Bundesland Neuhausen von einem Auto erfasst worden war. Der Vorfall löste Forderungen nach sicheren Radwegen und eine Neuverteilung der Verantwortung für die lokale Infrastruktur aus.

Die Landesregierung übernimmt nun die Unterhaltung des Radwegs zwischen Neuhausen und Schellbronn im Enzkreis, der bisher in der Zuständigkeit der örtlichen Kommune lag.

Am Tag des Unfalls war Mandalka auf der Landesstraße unterwegs, als eine 78-jährige Autofahrerin ihn übersah. Trotz einer Warnweste und funktionierender Fahrradbeleuchtung wurde er erfasst und starb noch an der Unfallstelle. Sein Tod sorgte für große Bestürzung, da sich Mandalka jahrelang für mehr Sicherheit im Radverkehr eingesetzt hatte.

Verkehrsminister Winfried Hermann betonte im Nachgang die Dringlichkeit sicherer Radverbindungen. Als Konsequenz kündigte das Bundesland an, den Unfallabschnitt zu sanieren und umzugestalten. Nach Abschluss der Arbeiten wird die Landesstraße für Radfahrer gesperrt – sie müssen dann die neu ausgebaute Strecke nutzen.

Die Maßnahme markiert einen Wechsel von der kommunalen zur landeseigenen Verantwortung für die Instandhaltung des Radwegs. Wann genau die Bauarbeiten beginnen und welche weiteren Sicherheitsvorkehrungen geplant sind, teilten die Behörden bisher nicht mit.

Mit der Übernahme des Radwegs durch das Bundesland soll künftig ähnlichen Tragödien vorgebeugt werden. Sobald die Verbesserungen abgeschlossen sind, müssen Radfahrer die ausgewiesene Route nutzen. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Forderungen nach mehr Schutz für vulnerable Verkehrsteilnehmer.