Tübinger Uni-Klinik wechselt von IS-H zu moderner SAP-S/4HANA-Lösung
Cordula RingTübinger Uni-Klinik wechselt von IS-H zu moderner SAP-S/4HANA-Lösung
Das Universitätsklinikum Tübingen modernisiert sein Abrechnungssystem und wechselt zu S4.health, einer auf SAP S/4HANA basierenden Lösung. Damit wird die veraltete IS-H-Plattform abgelöst, deren Support durch SAP bis 2030 ausläuft. Im Juni 2025 unterzeichnete das Klinikum einen Vertrag mit den Entwicklern ATSP und RZV, die für die spezielle Software verantwortlich sind.
Das Krankenhaus, das rund 1.600 Betten betreibt, begann die Migration auf SAP S/4HANA bereits 2024. Um die bisher über IS-H abgewickelten Abrechnungsfunktionen aufrechtzuerhalten, entschied man sich für S4.health als Nachfolgelösung. Das neue System wird nahtlos in die bestehende SAP-Umgebung integriert und sorgt so für Kontinuität im Arbeitsablauf der Mitarbeiter.
Ein Team von 12 bis 15 IT-Mitarbeitern des Klinikums steuert den Übergang. Zu ihren Aufgaben gehören die Abkopplung der Altsysteme, die Datenmigration und die Vorbereitung eines reibungslosen Wechsels. Das Projekt folgt einem straffen Zeitplan: Die erste Grundversion von S4.health soll bis Ende 2025 bereitstehen, die Testphase läuft im gesamten Jahr 2026. Die vollständige Inbetriebnahme ist bis Jahresende geplant. Der Umstieg selbst erfolgt an einem einzigen Wochenende, um Betriebsunterbrechungen zu minimieren. Die Nutzer arbeiten weiterhin mit vertrauten Oberflächen – nun eingebettet in S4.health. Kliniken, die das Klinische Arbeitsplatzsystem (KAS) i.s.h.med nutzen, sind von der Umstellung vorerst nicht betroffen.
Der im Mitte 2025 mit ATSP geschlossene Vertrag zielt auf einen nahtlosen Übergang ab. Mehrere Migrationszyklen werden vor dem endgültigen Wechsel Eigenentwicklungen, Daten und Tabellen konvertieren.
Das neue Abrechnungssystem soll bis Ende 2026 voll funktionsfähig sein. Es sichert dem Klinikum die Aufrechterhaltung kritischer Prozesse, während es sich von der veralteten IS-H-Plattform löst. Schulungen für die Mitarbeiter und Systemtests laufen bis zum offiziellen Start weiter.