Ulm kämpft trotz Steuerplus 2025 mit Rekordverschuldung und leeren Kassen
Antonio SchleichUlm kämpft trotz Steuerplus 2025 mit Rekordverschuldung und leeren Kassen
Ulm bleibt trotz Steuermehreinnahmen 2025 unter Finanzdruck
Trotz gestiegener Steuereinnahmen bleibt die Haushaltslage Ulms angespannt. Die Stadt nahm zwar 25 Millionen Euro mehr ein – doch fast der gesamte Betrag wurde von unerwarteten Ausgaben und bestehenden Verpflichtungen aufgezehrt. Die Verwaltung steht nun vor einem Haushalt mit kaum Spielraum für neue Vorhaben oder langfristige Planung.
Der Großteil der Mehreinnahmen in Höhe von rund 192 Millionen Euro stammte aus höheren Gewerbesteuern, darunter Nachzahlungen und einmalige Effekte. Nach Pflichtabführungen und Rückstellungen verblieb jedoch nur ein Plus von 25 Millionen Euro in den städtischen Kassen.
Ungeplante Notausgaben belasteten die Bilanz zusätzlich mit etwa 12,6 Millionen Euro. Folglich wird Ulm erneut keine Mittel in die Rücklage für Sanierungen und Modernisierungen einstellen – bereits das zweite Jahr in Folge, in dem keine Gelder für künftige Investitionen zurückgelegt werden.
Gleichzeitig stieg die Verschuldung der Stadt deutlich an: 2025 erhöhte sie sich um rund 31 Millionen Euro auf insgesamt 129 Millionen Euro – der höchste Stand seit 2007. Innerhalb von nur zwei Jahren hat sich die Schuldenlast nahezu verdoppelt, und weitere Steigerungen sind aufgrund hoher Investitionsbedarfe absehbar. Die Liquidität sinkt weiter, was den finanziellen Handlungsspielraum zusätzlich einengt.
Trotz der höheren Steuereinnahmen bleibt die Haushaltslage Ulms für 2025 angespannt. Die zusätzlichen Mittel wurden von steigenden Kosten und Schulden aufgezehrt, sodass kaum Raum für größere neue Projekte bleibt. Ohne Kurskorrekturen wird die Fähigkeit der Stadt, künftige Vorhaben zu finanzieren, weiter stark eingeschränkt sein.






