Vandalen zerstören Fußballplätze in Süddeutschland mit riskanten Autostunts
Antonio Schleich"Drifter"-Schäden auf Sportplätzen - Vereine frustriert - Vandalen zerstören Fußballplätze in Süddeutschland mit riskanten Autostunts
Mehrere Sportplätze in Süddeutschland wurden durch rücksichtslose Fahrer, die mit ihren Autos riskante Stunts aufführten, schwer beschädigt. Die Vorfälle ereigneten sich in Dettenhausen, Bisingen, Seebronn und zuvor bereits in Mössingen-Belsen. Tiefe Spurrinnen überziehen nun die Spielfelder und hinterlassen sie in desolatem Zustand – ausgerechnet zu Beginn der Freiluft-Fußballsaison.
Unbekannte Täter richteten die Verwüstungen an, indem sie ihre Fahrzeuge im Kreis drehten – ein Manöver, das im Englischen als 'Donuts' bekannt ist – und über das Gras drifteten. Die wiederholten Stunts frästen tiefe Furchen in die Plätze, sodass diese nicht mehr sicher bespielbar sind. Die Polizei ermittelt, konnte die Verantwortlichen jedoch bisher nicht ausfindig machen.
Die Schäden bereiten den örtlichen Vereinen massive Probleme. Der Heimplatz des SV Seebronn könnte möglicherweise nicht rechtzeitig für die anstehenden Spiele hergerichtet werden, wodurch der Spielplan umgestellt werden muss. Mössingen hat unterdessen bereits zwischen 30.000 und 40.000 Euro für die Reparatur eines früheren Vorfalls ausgegeben. Andere betroffene Gemeinden stehen nun vor ähnlichen finanziellen Belastungen. Ungeklärt bleibt zudem, wer die auf einigen Plätzen entdeckten Rampen für Fahrräder aufgestellt hat. Die anhaltenden Zerstörungen gefährden den rechtzeitigen Saisonstart mehrerer Mannschaften.
Die Vandalenakte hinterlassen den Kommunen kostspielige Reparaturen und bringen die Planungen der lokalen Fußballvereine durcheinander. Da bisher keine Tatverdächtigen ermittelt werden konnten, bleiben die Plätze weiter gefährdet. Die Behörden ermitteln weiter, während die Teams bangen, ob ihre Spielfelder rechtzeitig für den Saisonbeginn wiederhergestellt werden können.