03 May 2026, 16:21

Verbraucherschützer entlarven gefährliche Produkte auf Online-Plattformen trotz Millionen-Löschungen

Offenes Buch mit der Aufschrift "Europas Warnstück oder Gute Nachricht für Großbritannien" auf seinen Seiten.

Verbraucherschützer entlarven gefährliche Produkte auf Online-Plattformen trotz Millionen-Löschungen

Verbraucherschützer warnen vor unsicheren Produkten auf Online-Marktplätzen

Die deutsche Verbraucherzentrale schlägt Alarm: Trotz regelmäßiger Kontrollen tauchen auf Online-Plattformen weiterhin gefährliche Produkte auf. Eine aktuelle Auswertung der EU-Daten zu Produktentfernungen zeigt, dass Millionen riskante Artikel die Prüfungen umgehen und zum Verkauf angeboten werden. Die Organisation fordert nun schärfere Vorkehrungen, um solche Waren bereits im Vorfeld zu blockieren.

Allein im November 2025 löschten die fünf größten Shopping-Plattformen in Deutschland fast 70 Millionen Angebote. Davon wurden 30 Millionen als „unsicher“ oder „verboten“ eingestuft. Die Zahlen stammen aus der EU-Datenbank für Produktentfernungen, die gelöschte Online-Angebote erfasst.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat diese Daten analysiert und dabei Lücken in der Überprüfungspraxis der Plattformen aufgedeckt. Weil das System unvollständig bleibt, bleiben viele gefährliche Produkte für Kund:innen zugänglich. Die Verbraucherschützer kritisieren, dass die aktuellen Maßnahmen erst nachträglich greifen – statt präventiv zu wirken.

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Der vzbv fordert nun automatische Sperren für unsichere Artikel, bevor sie online gestellt werden. So ließen sich schädliche Waren von vornherein vom Markt fernhalten.

Die Auswertung unterstreicht: Trotz massenhafter Löschungen bleiben Risiken im Online-Handel bestehen. Ohne bessere Abstimmung zwischen der EU-Datenbank und den Plattformen könnten gefährliche Produkte weiter verkauft werden. Die Verbraucherorganisation besteht darauf, dass Vorab-Prüfungen vor der Freischaltung unverzichtbar sind, um diese Schutzlücken zu schließen.

Quelle