10 December 2025, 19:52

Verdi schlägt Alarm: Universitätsklinikum Freiburg vor dem Kollaps durch Investitionsstau

Ein Krankenhausgebäude mit mehreren Fahrzeugen, Bäumen und einem Zaun davor.

Verdi schlägt Alarm: Universitätsklinikum Freiburg vor dem Kollaps durch Investitionsstau

Universitätsklinikum Freiburg: Verdi warnt vor Folgen des Investitionsstaus

Die finanzielle Lage des Universitätsklinikums Freiburg bleibt angespannt, so der Verdi-Bezirk Südbaden-Schwarzwald. Das Defizit liegt derzeit bei rund 56 Millionen Euro und steigt weiter an; bis zu 350 Stellen könnten in den nächsten drei Jahren gestrichen werden. Die Gewerkschaft spricht von einer politisch verursachten Krise, die nicht angegangen werde.

9. Dezember 2025, 10:44 Uhr

Das Universitätsklinikum Freiburg steckt in einer schweren Finanzkrise: Das aktuelle Defizit beträgt etwa 56 Millionen Euro. Die Gewerkschaft Verdi hat nun scharf reagiert und macht für die Probleme des Klinikums jahrelange Unterfinanzierung durch das Land Baden-Württemberg verantwortlich. Ohne rasches Handeln drohten in den kommenden drei Jahren bis zu 350 Stellenabbau, was die Qualität der Patientenversorgung gefährde, warnt die Gewerkschaft.

Verdi übt massive Kritik an der Klinikleitung, der vorgeworfen wird, auf die Krise zu zögerlich zu reagieren. Die Forderung nach höherer Produktivität bei gleichzeitigem Personalabbau sei realitätsfremd und riskant, so die Gewerkschaft. Nachhaltige Landesmittel seien unverzichtbar, um die Patientenversorgung, medizinische Forschung und Lehre am Standort zu sichern.

Das wachsende Defizit und die drohenden Stellenstreichungen bringen die Zukunft des Klinikums in Gefahr. Mit ihren Forderungen nach stärkerer Landesförderung und Arbeitsplatzsicherheit will Verdi weitere Verschlechterungen der Versorgungsstandards verhindern. Ohne Gegenmaßnahmen könnte sich die Krise weiter zuspitzen – mit Folgen für Beschäftigte, Patient:innen und die medizinische Ausbildung in der Region.