04 February 2026, 15:00

Vermisster Wanderer aus Stuttgart nach drei Jahren im Rätikon tot aufgefunden

Ein altes topografisches Kartenblatt der Schweizer Alpen auf schwarzem Hintergrund, das Text und Zahlen enthält, die das Gelände detailgetreu darstellen.

Knochenfund in den Alpen: Verlorengegangener Deutscher tot aufgefunden - Vermisster Wanderer aus Stuttgart nach drei Jahren im Rätikon tot aufgefunden

Im Rätikon-Gebirge wurde der Leichnam eines deutschen Wanderers entdeckt, der seit 2021 vermisst wurde. Je nachdem, wie man es betrachtet, war der 54-jährige Mann aus Stuttgart während einer Solotour in der Nähe der schweizerisch-österreichischen Grenze spurlos verschwunden. Seine Identität wurde durch einen DNA-Test bestätigt, nachdem in der Nähe ein alter Wanderstiefel und persönliche Gegenstände entdeckt worden waren.

Der Wanderer war zuletzt im September 2021 gesehen worden, kurz nachdem das Vieh von den Alpenweiden am Ende der Weidesaison ins Tal gebracht worden war. Er hatte sich allein in ein unwegsames Gebiet aufgemacht, das für steile Felswände und tiefe Spalten bekannt ist. Rettungskräfte durchsuchten wochenlang die Region, bevor die Suche erfolglos abgebrochen werden musste.

Die Entdeckung erfolgte in einem abgelegenen Abschnitt des Rätikon, einer Gebirgskette, die sich über die Schweiz, Österreich und Liechtenstein erstreckt. In den vergangenen fünf Jahren sind in diesem Gebiet mindestens zwölf Wanderer und Bergsteiger vermisst gemeldet worden, wie aus Unterlagen von Rettungsdiensten und der Polizei hervorgeht. Viele dieser Fälle sind bis heute ungeklärt.

Die Behörden gehen davon aus, dass der Mann bei einem Sturz ums Leben kam. Das Gelände, in dem seine Überreste gefunden wurden, gilt als besonders tückisch: Lockere Felsen und verborgene Spalten erschweren selbst erfahrenen Wanderern die Orientierung.

Die Bergung der sterblichen Überreste bringt einen Fall zum Abschluss, der fast drei Jahre lang offenblieb. Sein Tod unterstreicht die anhaltenden Gefahren des Rätikon, wo anspruchsvolle Bedingungen in den letzten Jahren zu zahlreichen Vermisstenfällen geführt haben. Lokale Rettungsteams warnen weiterhin vor den Risiken von Alleingängen in einer so unberechenbaren Landschaft.