Vom Abstiegskandidaten zum Top-Team: Hoeneß‘ Wunder in Stuttgart
Antonio SchleichVom Abstiegskandidaten zum Top-Team: Hoeneß‘ Wunder in Stuttgart
Sebastian Hoeneß hat den VfB Stuttgart seit seinem Amtsantritt im April 2023 grundlegend verändert. Der junge Trainer übernahm ein Team am Tabellenende der Bundesliga, führte es jedoch durch die Relegationsspiele zum Klassenerhalt. Sein Einfluss reicht mittlerweile weit über den bloßen Verbleib in der Liga hinaus – der Verein kämpft nun wieder an der Spitze des deutschen Fußballs mit.
Hoeneß begann seine Zeit in Stuttgart in einer Krise: Der Club lag auf dem letzten Platz. Innerhalb weniger Wochen stabilisierte er die Mannschaft und sicherte durch die Relegation den Bundesliga-Erhalt. Die folgende Saison brachte noch größere Erfolge: ein zweiter Platz in der Meisterschaft, der Triumph im DFB-Pokal und die Rückkehr in die Champions League.
Die Spielzeit 2025/26 setzt diesen Aufwärtstrend fort. Nach zehn Spieltagen steht Stuttgart mit 21 Punkten auf Platz vier – nur einen Zähler hinter RB Leipzig auf Rang zwei. Die aktuelle Form deutet darauf hin, dass der Verein auch in der nächsten Saison wieder um die Teilnahme am europäischen Spitzenwettbewerb mitspielen könnte. Der erfahrene Trainer Ottmar Hitzfeld lobt Hoeneß für seine Reife und ruhige Führungsqualitäten. Trotz seines jungen Alters und des Gewichts seines berühmten Namens meistere er Druck mit Gelassenheit und habe einen guten Draht zu den Spielern, so Hitzfeld. Auch die ausgewogene Haltung des Vereins – ohne übertriebene Euphorie, aber mit klaren Zielen – findet Anerkennung. Hitzfeld ist überzeugt, dass die Zukunft des VfB unter Hoeneß vielversprechend aussieht, solange die Erwartungen realistisch bleiben. An der Seitenlinie verkörpert Hoeneß diese besonnene Art: Seine Fähigkeit, auch in entscheidenden Momenten einen kühlen Kopf zu bewahren, ist mittlerweile ein Markenzeichen seines Trainerstils.
Der Aufstieg des VfB Stuttgart unter Hoeneß ist unübersehbar. Vom Abstiegskandidaten zum Titelanwärter und Pokalsieger – in nur zwei Jahren hat der Verein seine Identität neu definiert. Mit der Champions League in Reichweite bleibt der Fokus auf stetiger Entwicklung statt auf überstürztem Ehrgeiz.