06 February 2026, 22:49

WahlSwiper zeigt: Wo stehen Sie vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg?

Ein gerahmter topografischer Stadtplan von Baden-Württemberg, Deutschland, der Geländeformen, Höhenmeter und geografische Merkmale mit Textbeschriftungen zeigt.

WahlSwiper zeigt: Wo stehen Sie vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg?

Ein interaktives Tool namens WahlSwiper hilft Wählerinnen und Wählern in Baden-Württemberg nun dabei, ihre politischen Ansichten mit den Positionen der Parteien vor der Landtagswahl zu vergleichen. Entwickelt von Forscherinnen und Forschern der Universität Freiburg, stellt das Tool den Nutzerinnen und Nutzern 37 Fragen zu zentralen Themen wie Bildung, Sicherheit und Energie. Ein einfaches Wischen zeigt, wie stark ihre Meinungen mit den Standpunkten der einzelnen Parteien übereinstimmen.

Der WahlSwiper ist seit 2017 verfügbar und wurde bereits mehrfach für seinen innovativen Ansatz ausgezeichnet. Der Politikwissenschaftler Uwe Wagschal und sein Team haben das Tool konzipiert, um die Wahlentscheidung zu erleichtern. Nutzerinnen und Nutzer wischen bei Aussagen nach links oder rechts, und das System berechnet, wie stark ihre Haltung mit den Programmen der Parteien harmoniert.

Achtzehn der 21 antretenden Parteien haben im Voraus ihre politischen Positionen zur Verfügung gestellt. Erste Auswertungen zeigen deutliche Gräben – insbesondere zwischen linken und konservativen Lagern –, aber auch überraschende Überschneidungen.

Das Tool erscheint zu einem Zeitpunkt, an dem Baden-Württemberg sich auf die Wahl am 8. März 2026 vorbereitet. Aktuelle Umfragen sehen die CDU mit rund 29 Prozent in Führung, während die Grünen auf 20 Prozent gefallen sind. Die AfD liegt ebenfalls bei 20 Prozent, die SPD bei 8, die FDP bei 5 und die Linke bei 7 Prozent. Eine schwarz-grüne Koalition gilt weiterhin als wahrscheinlichstes Ergebnis – ähnlich wie 2021, als die Grünen mit 32,6 Prozent stärkste Kraft wurden und gemeinsam mit der CDU regierten.

Der WahlSwiper bietet Wählerinnen und Wählern eine klare Möglichkeit, ihre eigenen Standpunkte mit den Parteiprogrammen abzugleichen, bevor sie ihre Stimme abgeben. Angesichts der in Umfragen sichtbaren Verschiebungen im Vergleich zur letzten Wahl könnte das Tool eine entscheidende Rolle bei der Meinungsbildung spielen. Die bisherigen Ergebnisse zeigen sowohl tiefe Spaltungen als auch vereinzelte gemeinsame Schnittmengen zwischen den konkurrierenden Parteien.