17 January 2026, 13:57

Warnstreiks im öffentlichen Dienst: Stuttgart drohen massive Einschränkungen am Dienstag

Ein altes Foto eines belebten Marktes in Stuttgart, Deutschland, mit zahlreichen Gebäuden, Menschen, Karren und verschiedenen Gegenständen, darunter ein Text am unteren Rand.

Streiks angekündigt - Wilhelma und Theater betroffen - Warnstreiks im öffentlichen Dienst: Stuttgart drohen massive Einschränkungen am Dienstag

Beschäftigte im öffentlichen Dienst in Stuttgart bereiten Warnstreiks für Dienstag vor

Nach dem Scheitern der Tarifverhandlungen stehen in Stuttgart am Dienstag Warnstreiks bevor. Die Gewerkschaften Verdi und dbb fordern eine Lohnerhöhung von 7 Prozent oder mindestens 300 Euro mehr pro Monat. Von dem Konflikt sind rund 2,2 Millionen Beschäftigte bundesweit betroffen – in der Stadt drohen erhebliche Einschränkungen bei wichtigen Dienstleistungen.

Die zweite Verhandlungsrunde zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern endete ohne Fortschritt. Verdi und dbb hatten höhere Löhne für den öffentlichen Dienst gefordert, doch eine Einigung blieb aus. Eine letzte Gesprächsrunde ist nun für den 11. bis 13. Februar angesetzt.

Falls keine Lösung gefunden wird, trifft es vor allem kulturelle Einrichtungen in Stuttgart. Die Wilhelma, das Staatstheater und die Staatsgalerie werden voraussichtlich während der Streiks schließen. Auch Beschäftigte der Universität Stuttgart könnten die Arbeit niederlegen, während andere Hochschulen, Behörden und der Landtag bisher keine Teilnahme bestätigt haben. Die Gewerkschaften begründen ihre Forderungen mit den steigenden Lebenshaltungskosten. Die Arbeitgeber haben die geforderten 7 Prozent oder mindestens 300 Euro bisher abgelehnt. Ohne Kompromiss in Sicht könnten nächste Woche weitere Beeinträchtigungen folgen.

Die Streiks werden die öffentlichen Dienstleistungen in Stuttgart auf die Probe stellen – betroffen sind Zoos, Theater und möglicherweise auch Universitäten. Scheitern die abschließenden Verhandlungen, könnten sich die Arbeitsniederlegungen auf das gesamte Bundesland ausweiten. Das Ergebnis wird entscheiden, ob die 2,2 Millionen Beschäftigten die geforderte Lohnerhöhung erhalten.