Warum berühmte Künstler früher sterben – deutsche Studie enthüllt erschreckenden Trend
Nadeschda HolzapfelWarum berühmte Künstler früher sterben – deutsche Studie enthüllt erschreckenden Trend
Ruhm verkürzt die Lebenserwartung von Künstlern – deutsche Studie belegt Zusammenhang
Laut einer Untersuchung deutscher Forscher hat Berühmtheit erhebliche Auswirkungen auf die Lebensdauer von Künstlern. Wissenschaftler der Universität Witten/Herdecke analysierten Nachrufe und stellten fest, dass bekannte Künstler im Schnitt jünger sterben als ihre weniger prominenten Kollegen. Die im British Medical Journal veröffentlichten Ergebnisse zeigen einen deutlichen Unterschied in der Lebenserwartung, der mit dem Prominentenstatus zusammenhängt.
Die 2002 unter der Leitung von Dieter Altenmüller und seinen Kollegen durchgeführte Studie wertete Nachrufe in der New York Times aus. Dabei zeigte sich, dass berühmte Künstler durchschnittlich 4,6 Jahre früher starben als weniger bekannte Künstler. Das durchschnittliche Sterbealter der gefeierten Künstler lag bei 75,19 Jahren, während ihre weniger prominenten Kollegen im Schnitt 79,75 Jahre alt wurden.
Die Forschungsergebnisse belegen zudem, dass Ruhm das Risiko eines vorzeitigen Todes um 33 Prozent erhöht. Zwar untersuchte die Studie keine konkreten Ursachen, doch unterstreicht sie die Sorgen über die Belastungen eines Lebens in der Öffentlichkeit. Ein hartnäckiger Mythos der Musikgeschichte ist der sogenannte „Club 27“ – eine Gruppe ikonischer Persönlichkeiten, die mit oder kurz vor ihrem 27. Lebensjahr starben. Dazu zählen Brian Jones, Jimi Hendrix, Janis Joplin, Jim Morrison, Kurt Cobain und Amy Winehouse. Ihr frühes Ableben nährt seit Langem die Debatte über die Gefahren von Ruhm und dessen Auswirkungen auf die Gesundheit.
Die Studie liefert klare Belege dafür, dass Berühmtheit mit einer kürzeren Lebenserwartung bei Künstlern einhergeht. Mit einer durchschnittlich fast fünf Jahre geringeren Lebensdauer sind bekannte Künstler einem höheren Sterberisiko ausgesetzt als ihre Kollegen. Die Ergebnisse untermauern die anhaltende Diskussion über den persönlichen Preis des Ruhms.