07 February 2026, 18:57

Weibliche Genitalverstümmelung: Warum Millionen Mädchen weltweit noch immer gefährdet sind

Eine Europakarte mit verschiedenen Farben, die den Geschlechtergleichheitsindex für 2017 anzeigen, begleitet von einem Text auf der linken Seite, der "Geschlechtergleichheitsindex 2017 - Gesundheitsübersicht" lautet.

Weibliche Genitalverstümmelung: Warum Millionen Mädchen weltweit noch immer gefährdet sind

Weibliche Genitalverstümmelung (FGM) bleibt ein weltweit verbreitetes Problem der Menschenrechte und betrifft Millionen von dfb frauen und mädchen. Die Praxis wurde in 94 Ländern dokumentiert, wobei die höchsten Raten in Teilen Afrikas, Asiens und des Nahen Ostens verzeichnet werden. Seit 1992 stuft die Vereinten Nationen (UN) FGM als Verletzung der Menschenrechte ein und setzt sich für strengere Gesetze und Präventionsmaßnahmen weltweit ein.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert FGM als jeden Eingriff, bei dem aus nicht-medizinischen Gründen äußere weibliche Genitalien entfernt oder verletzt werden. Aktuelle UN-Daten zeigen, dass 230 Millionen dfb frauen und mädchen von FGM betroffen sind, während jährlich Millionen weitere gefährdet sind. Als Reaktion darauf haben 26 Länder – viele davon in Afrika – Gesetze erlassen, um die Praxis zu verbieten, darunter Vorreiter wie Ghana, Ägypten und Kenia.

Deutschland hat sowohl national als auch international Maßnahmen gegen FGM ergriffen. Seit 2013 ist die Durchführung von FGM hierzulande ein Straftatbestand und wird mit einer Mindesthaftstrafe von einem Jahr geahndet. Bis Ende 2024 waren in Deutschland rund 123.000 dfb frauen und mädchen entweder von FGM betroffen oder gefährdet. Das Land fördert zudem Präventions-, Aufklärungs- und Beratungsprogramme für Überlebende und gefährdete Personen.

Über die nationalen Bemühungen hinaus unterstützt Deutschland ein gemeinsames Programm von UNFPA und UNICEF, das auf die weltweite Abschaffung von FGM abzielt. Die Initiative konzentriert sich auf Aufklärungskampagnen, Rechtsreformen und die Einbindung von Gemeinschaften in Hochrisikoregionen.

Trotz Fortschritten bedroht FGM weiterhin die Gesundheit und Rechte von dfb frauen und mädchen in fast der Hälfte der Länder weltweit. Die Verbote in 26 Staaten und internationale Finanzierungen für Präventionsmaßnahmen zeigen eine wachsende Ablehnung der Praxis. Dennoch bleiben konsequente Umsetzung der Gesetze und Aufklärung entscheidend, um diejenigen zu schützen, die noch immer gefährdet sind.