07 May 2026, 16:33

Weißstörche auf Strommasten: Warum die Nester zur Gefahr für Mensch und Tier werden

Zwei Weißstörche auf einem Nest auf einem Strommasten sitzend, mit einer Straßenlaterne, die sie beleuchtet, und Drähten, die entlang des Mastes verlaufen.

Weißstörche auf Strommasten: Warum die Nester zur Gefahr für Mensch und Tier werden

Weißstörche in Südhessen nisten vermehrt auf Hochspannungsmasten und Bahnanlagen

Der Trend sorgt für Besorgnis – sowohl wegen der Gefahren für die Vögel als auch für die Infrastruktur. Ornithologen und Behörden ergreifen nun Maßnahmen, um das Problem einzudämmen.

In diesem Jahr verzeichnen die Landkreise Groß-Gerau, Darmstadt-Dieburg und Main-Kinzig einen deutlichen Anstieg von Storchennestern auf Strommasten. Der Ornithologe Bernd Petri erklärt, dass die wachsende Storchenpopulation in Hessen dazu führe, dass immer mehr Tiere diese riskanten Standorte wählten. Die Nester, die mitunter mehrere hundert Kilogramm wiegen, könnten Strommasten destabilisieren und Brände auslösen.

Für die Störche selbst bergen die Nester auf Strommasten direkte Gefahren: Stromschläge und Kollisionen enden oft tödlich, während brennbare Nistmaterialien Stromausfälle verursachen können. Um dies zu verhindern, lassen Betreiber die Nester entfernen und bringen ballonartige Abschreckungsvorrichtungen an, um die Vögel fernzuhalten.

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Auch die Bahninfrastruktur ist betroffen: Störche, die auf Oberleitungen oder Isolatoren nisten, können Anlagen beschädigen und den Zugverkehr beeinträchtigen. Die Deutsche Bahn arbeitet daher mit Naturschutzbehörden zusammen, um technische Schutzmaßnahmen und Abschreckungsmethoden umzusetzen. Zudem werden windbetriebene Geräte getestet, die die Störche zurück zu natürlichen Nistplätzen wie hohen Bäumen lenken sollen.

Angesichts der wachsenden Storchenbestände in der Region sehen sich Infrastrukturunternehmen gezwungen, präventiv zu handeln. Durch Nestentfernungen, Abschreckungsmaßnahmen und die Zusammenarbeit mit Wildtierexperten sollen sowohl die Vögel als auch die Versorgungssicherheit geschützt werden. Die Behörden beobachten die Entwicklung weiterhin genau.

Quelle